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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Diese Quellen haben nichts schwefelhaltiges, und, wenn abgekühlt, sind sie von sehr angenehmem Ge­

schmacke.

Ihr Gebrauch hat sich oftmals sehr wirksam erwiesen bei Glieder- Lähmungen, chronischem Rheumatismus, Lungen- Catarrh, Blasenbeschwerden, und nicht weit vor­geschrittenen Haut- Krankheiten.

Ausserdem giebt es Thermen, die noch nicht genau untersucht worden sind, wie die in der Waldgegend von Seridó in der Provinz Rio Grande do Norte, circa 6 Leguas oder 39,6 Kilometer von der kleinen Stadt Prin­cipe entfernt.

Diese etwas salzigen und stets lauwarmen Quellen verursachen reichliche Transpiration.

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Dasselbe ist auch der Fall bei den Quellen der La­goa Santa, in der Provinz Minas- Geraes, welche in einer Länge von beinahe einer halben Legua,( 3,3 Kilometer), und einer Breite von 1/4 Legua,( 1,65 Kilo­meter), sich stets lauwarm erhalten, und denen man gleichfalls medizinische Kräfte zuschreibt.

Alkali enthaltende Thermen.

Dieselben entstehen in Fülle in der nächsten Um­gebung der hohen Gebirgskette von Caldas, im Bezirke Santa Cruz in der Provinz Goyaz, bei den Orten: Caldas Novas, Caldas Velhas, und Caldas do Parapitinga.

Von den ersteren werden 13 für Bäder benutzt, wäh­rend andere in der Schlucht von Lavras ihren Ursprung haben.

Von den zweiten giebt es bedeutende Quellen, welche einem goldenthaltenden Quarzfelsen entspringen und einen Bach bilden.

Die der dritten vereinigen sich zu einem kleinen See von 150 Spann Länge,( 33 Meter), und einer Breite

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