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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Somno betreffen. Diese letztere Bahn ist dazu bestimmt, die Flussschifffahrt des Rio S. Francisco mit der des To­cantins, wo derselbe, circa 100 Leguas( 660 Kilom.) von Pará, schiffbar wird, in Verbindung zu setzen.

Die Ausführung dieses Bahnsystems wird die räumli­che Entfernung so verringern, dass die inneren und nörd­lichen Provinzen mit der Reichshauptstadt in wenigen Tagen werden verkehren können.

Die zweite Linie, das Innere Brasiliens durchschnei­dend, wird sich von der Ausmündung des Amazonas bis zu der des La- Plata über die Thäler der Flüsse Tocantins, Araguaya und Paraguay erstrecken; ihre Ausdehnung wird 1,030 Leguas( 6.798 Kilom.) betragen, welche schon, wenn auch sectionsweise, mit Dampfböten befahren wer­

den.

Um eine zusammenhängende Linie herzustellen, ist nichts mehr erforderlich, als zwischen den schiffbaren Strecken des Guaporé und Jaurú eine höchstens 25 Le­guas( 165 Kilom.) lange Strasse zu bauen.

Die dritte, welche auch schon in Angriff genommen worden ist, wird, von der Residenz ausgehend, die Haupt­städte der Provinzen S. Paulo und Paraná berühren, das Innere von Santa Catharina durschneiden und über Porto­Alegre, Hauptstadt der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul, die südliche Reichsgrenze erreichen.

Alle drei Bahnlinien werden im Allgemeinen durch Gebiete gezogen werden, welche, wenig bevölkert und angebaut, jedoch sehr fruchtbar, gesund und für die Cultur der Baumwolle, des Kaffees, des Tabaks, des Zuckerrohrs, des Cacáos, des Weizens, sonstiger Getreide­arten und vieler werthvollen Produkte geeignet, mit an