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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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soll das Thal des Rio Ivahy durchschneiden, und die Ufer der Flüsse Ivinheima und Brilhante, deren Schiff­barkeit benutzt werden soll, begleiten.

Die Staatsregierung hat auch dem Reichstage den Plan einer Eisenbahn für die Provinz Rio Grande do Sul un­terlegt, welche einerseits die südliche Reichsgrenze errei­chen, und andererseits an die Eisenbahn D. Pedro I in derselben Provinz und an die Eisenbahn in der Provinz Santa Catharina anknüpfen soll. Von dieser Bahn wird an anderer Stelle die Rede sein.

Den Bestimmungen der Autorisation gemäss kann die Regierung bis zu Rs. 40.000: 000$ 000 verwenden, aus­ser den zu Vorstudien bestimmten Rs. 400: 000$ 000, und ebenfalls eine Subvention per Kilometer oder Zinsen­garantie bis 7% denjenigen Compagnien gewähren, welche die Construction der dem Handel am meisten dienenden Sectionen übernehmen werden.

Von der gesetzgebenden Gewalt hängt noch eine andere Autorisation ab, kraft welcher die Regierung solchen Gesellschaften, welche den Bau von Eisenbahnen. übernehmen, die durch ihre definitiven Pläne und statistischen Angaben eine reine Einnahme von 4% nachweisen, eine siebenprocentige Zinsengarantie auf höchstens 30 Jahre gewähren kann.

Im Falle dergleichen Gesellschaften, Provincialgaran­tien haben sollten, wird sich die Regierung darauf beschränken, für dieselbe Bürgschaft zu leisten.

Es hängt auch vom Reichstag ab, gewisse Vortheile für den Bau einer Eisenbahn zu bewilligen, welche die reichen Steinkohlenlager von Tubarã mit dem gleich­namigen Fluss in der Provinz Santa Catharina verbinden soll.