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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Die Brutto- Einnahme betrug Rs. 5.731: 9318010; die Betriebskosten und andere Ausgaben Rs. 3.220: 533$ 144; Ueberschuss der Einnahme über die Ausgabe Rs. 2.511: 397$ 866; und so ergibt sich eine Verzinsung des Anlage- Capitals zu 5, 6%.

Der Procentsatz würde viel bedeutender gewesen sein, wenn nicht erst zu Ende vorigen Jahres einige Stationen eröffnet worden wären, denn ihre Einnahme fiel natürlicher Weise sehr unbedeutend aus, und die Baukosten sind unter die Ausgaben gerechnet worden

EISENBAHN SANTOS- JUNDIAHY. Nach der Eisenbahn D. Pedro II ist diese gewiss die bedeutendste Schienen­strasse im ganzen Reiche, denn ihre Entwickelung hat mit der fortschreitenden Produktionskraft einer der reich­sten Provinzen gleichen Schritt zu halten.

Bau- und Betriebskosten wurden von einer englischen Gesellschaft getragen, welcher eine Zinsengarantie von 7%, bewilligt worden ist. Sie fängt bei der Stadt Santos an, die einen ausgezeichneten Hafen für den überseeischen Handel mit Europa besitzt; sie übersteigt die Serra do Cubatão, d. i. den so genannten Theil der maritimen Gebirgskette, und erstreckt sich dann weiter bis zur Stadt Jundiahy. Die Eisenbahn berührt sehr wichtige Gebiete, unter anderen die Hauptstadt der Provinz.

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Die vortreffliche Richtung, welche ihr bestimmt worden ist, hat es möglich gemacht, den werthvollen Produkten dieser ackerbauenden Provinz vortheilhafte Märkte zu eröffnen. Die Kaffee- und Baumwollen- Pro­duktion haben am meisten dabei gewonnen, obwohl deren Cultur noch ziemlich zurückstand.

Bis Jundiahy beträgt die Ausdehnung circa 21,1 Leguas ( 139 Kilom.), aber Dank der freiwilligen Mitwirkung