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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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und rastlosen Thätigkeit der Capitalisten und Gutsbe­sitzer der Provinz, ist die Bahn schon um 7,4 Leguas ( 49 Kilom.) bis Campinas verlängert worden, und bald wird sie, einer Verordnung der Provinzialregierung gemäss, die Stadt São João do Rio Claro erreichen, wel­che 13 Leguas( 86 Kilom.) von Campinas entfernt liegt.

Die Einnahme der Eisenbahn Santos- Jundiahy betrug im vorigen Jahre Rs. 2.012: 619$ 345, und die sieben­procentige Zinsengarantie wäre überflüssig gewesen, wenn nicht die regelmässigen Betriebskosten Rs. 982: 271$ 063 dadurch vergrössert worden wären, dass ungeheure Beschädigungen an der Serra do Cubatão durch die anhaltenden Regen entstanden.

von

Der Ueberschuss von Rs. 1.030: 348$ 282 entspricht einer vierprocentigen Verzinsung des aufgewandten Ca­pitals; es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass in der Periode 1872-1873 der Ueberschuss einer siebenpro­centigen Verzinsung entsprechen wird.

Die Hauptquellen der Einnahme bestanden in 76.412 Passagieren, 4.829.053 Arrobas( 70.938.790 Kilog.) Waa­ren, deren Fracht dem Gewichte nach bestimmt wird, Passagiergut, Handelswaaren, deren Fracht nach Cu­bikmetern oder Waggons berechnet wird.

BAHIA- EISENBAHN.- Der Bau dieser Eisenbahn ist auch von einer englischen Gesellschaft unternommen worden, welche sich, gegen eine Zinsen- Garantie von 7% auf das Anlage- Capital, verpflichtete, die Strecke von 18,7 Leguas,( 123,5 Kilom.) zu bauen in Gemässheit des abgeschlossenen Contracts. Gedachte Strecke ist dem Verkehr bereits übergeben.

Die Bahn erstreckt sich von S. Salvador, der Hauptstadt der Provinz Bahia, bis Alagoinhas in derselben Provinz.