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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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19 speciell für Wasserträger bestimmt sind; ausserdem 47 Fontainen mit 173 Hähnen.

Die Senkung des Bodens der Hauptstadt zum Meere ist sehr schwach, da der Campo da Acclamação sich kaum 14 1/2 Spannen( 3,2 Meter) über den mittleren Wasserstand erhebt; doch haben die neulich ausgeführten Sielbauten und Ausfüllungen diese Terrainverhältnisse gebessert.

Die Sielgräben sind nach dem System von Leicester eingerichtet und alles darauf Bezügliche ist der Ge­sellschaft, Rio de Janeiro City Improvements- ange­wiesen. Im Finanzjahr 1872 1873 wurden dafür Rs. 887: 8708000 ausgegeben.

Der Hafen von Rio de Janeiro wird durch 7 Forts und Batterien vertheidigt, deren wichtigste das mit Kasematten versehene von Santa Cruz, und das von São João, sind.

Zwei Dampfbootlinien setzen alle halbe Stunden die Residenzstadt mit dem gegenüberliegenden Nictheroy in Verbindung, andere mit der Insel Paquetá und den Häfen von Piedade, Villa Nova und Mauá.

Gegen 800 kleinere Fahrzeuge, Ever, Schaluppen, Feluken, Boote und Nachen für den Transport und Ver­kehr innerhalb der Bai und nach den nächstliegenden Küstenpunkten, stationiren längs den Quais der Stadt. Diesen Zwecken dienen auch mehrere Bugsier- Dampf­schiffe und Dampfschaluppen, sowie auch andere im Dienst des Marine- und des Kriegsarsenal's, des Zoll­hauses und der Sanitäts- Behörden.

Die Vorstädte der Residenz zeichnen sich im Allge­meinen durch ihr mildes Clima aus, und dienen, haupt­sächlich in den Abend- und Morgenstunden in der heissen Jahreszeit, der städtischen Bevölkerung zum Erqui­ckungsorte.

Es befinden sich in denselben niedliche Landhäuser