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Die k. k. Hof- und Staatsdruckerei : 1804 - 1904 ; [zur Feier des einhundertjährigen Bestandes der k. k. Hof- und Staatsdruckerei] / [Text.: Arthur Wilh. Unger...]
Entstehung
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aufträge gingen Vorkehrungen, welche darauf abzielten, den Absatz der erzeugten Produkte zu fördern* Zu diesem Zwecke wurden zunächst die k* k* Taxämter, später die Gefallenökonomate in den einzelnen Provinzen verhalten, den Verschleiß der zum Verkauf an das Publikum bestimmten Veröffentlichungen für Rechnung der Staatsdruckerei zu übernehmen* Allein diese Maßnahme, wie auch die gegen Ende des Jahres 1839 vorgenommene gänzliche Loslösung des Y cr kaufsgeschäfts aus der Tätigkeit der Staatsdruckerei durch die Übertragung des Absatzes ihrer Druckwerke gegen festgesetzte Provisionen an die k. k* Schulbücher-Verschleiß-Administration bewährten sich nicht, denn schon mit Beginn des Jahres 1844 wurde der Verschleiß zur Gänze der Staatsdruckerei rücküber­tragen* Auch die anfänglich erzielte Steigerung der Arbeitstätigkeit des Instituts sollte wegen der früher berührten Mängel in der Aus­führung der Druckerzeugnisse geradezu in das Gegenteil Umschla­gen, indem sich immer mehr empfindlicher Arbeitsmangel einstellte, so daß schließlich im Jahre 1840 mehr als ein Drittel des Arbeits­personals der typographischen Abteilung entlassen und deren Zahl auf 45 beschränkt werden mußte. Nach längerer Beurlaubung wurde der k* k* Rat und Direktor Wohlfarth am 30* Mai des genannten Jahres in den Ruhestand übernommen* In der folgenden nahezu zweijährigen Vakanz des Direktorpostens wurde die Anstalt durch den Vorstand ihrer lithographischen Abteilung Albert Richard, welcher im Jahre 1835 zum Direktionsadjunkten ernannt worden war, geleitet.

SETZER­

ABTEILUNG

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