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Urkunden zur Geschichte des Suezkanals / von Georgi und Albert Dufour-Feronce
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daß technische Schwierigkeiten einer unüberwindlichen Art, dem Unter­nehmen keinesweges entgegen stehen.

Dagegen ist aber nicht in Abrede zu stellen, daß leicht große politische Hemmnisse, besonders durch den Argwohn mit welchem die Europäischen Seemächte gegenseitig ihre Schritte im Orient bewachen und den auch die Orientalischen Herrscher gegen die Europäischen Großmächte hegen, hervortreten dürften.

Diese Lage der Dinge begründete bei dem gedachten Vereine die Ueberzeugung, daß der Kanal nur dann in's Leben gerufen werden

könne:

1. Wenn der Plan den Charakter rein commerzieller Speku­lation trage.

2. Wenn er von einer aus Unterthanen aller dabei hauptsächlich #beteiligten Völker gebildeten cosmopolitischen Gesellschaft in Antrag gebracht werde.

3. Wenn die erste Anregung von Deutschland ausgehe, weil es bekannt sei, daß außereuropäische Gebietserweiterungen nie in den Absichten der deutschen Mächte gelegen und vor allem zu vermeiden sei, die Sache zu einem Gegenstande der Diskussion zu der Presse der beiden ersten Seemächte werden zu lassen.

Dieser Ansicht zufolge wurde beschlossen, da Oesterreich bei der Sache ganz besonders beteiligt ist, vor allen Dingen eine geeignete Mitteilung an Sr. Durchlaucht Fürsten v. Metternich auszufertigen, welcher auch vor etwa zwei Jahren die wohlwollendste Aufnahme zu Teil wurde.

Ferner sollte die öffentliche Meinung durch geeignete mitteilungen vorbereitet werden, deren nach und nach unter andern in folgenden Blättern erschienen

Deutsche Allgemeine Zeitung.

Oesterreichischer Clond.

Frankfurter Franz. Journal No. 22, 23, 40 u. 94. Schweizer Zeitung.

Der Augsburger allgemeinen Zeitung wurde auch Ende des Jahres 1845. ein Artikel zugefertigt. Derselbe blieb aber von der Redaktion unbeachtet.

Schon früher hatte Sr. Excellenz Hr. Alex. v. Humboldt und mehrere andere hochgestellte Männer die Suez Angelegenheit be=