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Urkunden zur Geschichte des Suezkanals / von Georgi und Albert Dufour-Feronce
Entstehung
Seite
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Abschrift.

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An Sr. Exzellenz Herrn Staatsminister von Friesen, Dresden.

Der ergebenst Unterzeichnete, unser Dufour- Feronce, wollte sich vor wenigen Tagen die Ehre geben, Ew. Exzellenz aufzuwarten und Ihnen die vor kurzer Zeit eingetroffenen Pläne der Arbeiten der französischen Expedition nach der Landenge von Suez persönlich zu überreichen, da Ew. Erzellenz eben ausgehen wollten, gab er das betreffende Buch ab und ließ die Karten bei der Leipzig- Dresdner Eisenbahn, von wo aus man sie Ihnen zugleich mit Gegenwärtigem und einer Copie in verjüngtem Maßstabe, der von der deutschen Ingenieur- Abteilung unter Herrn Negrelli's Oberleitung im Mittel­ländischen Meere bewirkten Erhebungen überreichen wird.

Die größeren Pläne hat Herr Negrelli zu Vermeidung mehrerer Kosten nur in einem Exemplare anfertigen lassen, welches er an sich behält.

Es ist schade, daß diese schönen Arbeiten, der jetzigen Zeitver­hältnisse wegen wahrscheinlich lange unbenutzt bleiben werden; unter­gehen werden sie jedoch nicht wieder und ist es auch uns vielleicht nicht beschieden, die Vollendung des großen Werkes zu erleben, so hat doch die gegenwärtige Generation durch die vorliegenden Er­gebnisse ihrer Bestrebungen auch einen Stein zu dem großen Baue beschafft, der einst Europa mit Asien in nähere innigere Berührung bringen soll.

Wir benutzen diese Gelegenheit, um Ew. Erzellenz den Auszug der Rechnung über die uns seiner Zeit vom hohen Ministerium des Inneren zur Förderung dieser Angelegenheit überwiesenen Gelder zu überreichen, wonach noch

Thlr. 2145.8. zu verwenden bleiben.

Die der englischen Ingenieur- Abteilung unter Oberleitung des Herrn R. Stephenson s. 3t. übertragenen Aufnahmen im Roten Meere haben nicht stattgefunden, weil Herr Stephenson erklärte: Es seien in den Archiven der Admiralität in London und den Bureaur der Oriental Steam Navigation Company so erschöpfende Aufnahmen des Roten Meeres vorhanden, daß jede neue Arbeit der Art unnük erscheine, da ihm sobald es erforderlich werde Copien des vorhandenen reichen Materials zu Gebote stehen.