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Urkunden zur Geschichte des Suezkanals / von Georgi und Albert Dufour-Feronce
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Fr. 50,000-3u zahlen und was den Groupe Allemand angeht war dieser Betrag auf zehn verschiedenen Corporationen oder Individuen verteilt, welche je 5000 Fr. zu zahlen übernahmen und unter welche der Comite auch die Ehre hat den Magistrat von Triest zu zählen. Die Arbeiten im Mittelländischen Meere wurden Herrn Negrelli übertragen und von dessen Leuten mit großer Umsicht vollbracht. Die Nivellements von Gun el Tineh bis Suez quer über die Landenge sind von Herrn Talabot's Leuten ausgeführt und seiner 3eit ein umfänglicher Bericht darüber erstattet worden. Die Arbeiten im roten Meere endlich, welche Hr. Stephenson übertragen waren, stellten sich als überflüssig heraus, weil Hr. Stephenson ermittelte, daß über Tiefe, Natur der Grundbildung der Ufer u. s. w. des Golf von Suez so genaue Ermittelungen in den Archiven der Admiralität und der Oriental Dampfschiffahrts Gesellschaft vorhanden sind, daß jede Ausgabe zu deren Wiederholung als Verschwendung erscheinen müßte.

So lagen die Sachen, als die Ereignisse von 1848/49 jeden Ge= danken an größere Unternehmungen lähmten und einen gezwungenen Stillstand in die Bestrebungen des Comités herbeiführten. Zudem waren nach dem Tode des Mehemed Aln in Egypten die Verhältnisse nicht günstig für die beabsichtigte Unternehmung, demohngeachtet be= hielten unsere Freunde von der Section Centrale in Paris, namentlich Hr. P. Enfantin und Hr. F. Arlès- Dufour die Angelegenheit ununter­brochen im Auge und suchten im Stillen durch ihre Verbindungen in Egypten fortzuwirken. Im Augenblicke, wo Said Pascha die 3ügel der Regierung ergriff, entging ihnen nicht, daß ein günstiger Augenblick für Wiederbelebung des Projektes eintrete. Es war ihnen bekannt, daß ein einiges Band der Freundschaft zwischen dem neuen Pascha und Hr. de Lesseps, einen ihrer näheren Bekannten bestand, daher ent­schlossen sie sich sofort Hr. de Lesseps im Interesse des großartigen Unternehmens, welchem sie schon seit 20 und mehr Jahren ihre Auf­merksamkeit zugewendet haben nach Cairo zu entsenden und die Frucht dieser Reise ist die einliegend in Abschrift erfolgende Konzession zum Bau des Canals, welche Hr. de Lesseps für unser Comité erlangt hat.

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Die Konzession hat allerdings auf den Namen des Hr. de Lesseps gestellt werden müssen, weil man im Orient nicht gewöhnt ist der= gleichen Berichtigungen an anonyme Gesellschaften zu erteilen, es wird sich aber eine form finden lassen, um die Uebertragung auf unsere cosmopolitische Gesellschaft zu bewirken. Ein Blick auf die Bedingungen dieser Konzession reicht hin, um die ungemeinen Vorteile in's Licht zu