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ist hier zu Lande ein durchaus ungesundes. Zum lucrativen Betrieb desselben fehlt es den Händlern an ausreichenden Mitteln, die sie in den Stand setzen würden, für den Verkauf ihrer Waare günstige Conjuttcturen abzuwarten. So müssen sie die auf Lieferung gekaufte, bei Ankunft zahlbare Waare veräussern, sobald sie in ihren Besitz gelangt, was begreiflicherweise häufige Verluste mit sich bringt.
Bier
in Fässern wird nur von Oesterreich importirt, Flaschenbier dagegen ausserdem von Deutschland und England. In früheren Jahren kannte man in Syrien nur Wiener Bier; jetzt wird diesem von den Münchener und norddeutschen Bräuern eine scharfe Concurrenz gemacht; in geringerem Masse wird englisches Pale Ale consumirt. Der Biergenuss nimmt hier zu Lande stetig zu, so dass der Verbrauch von Wiener Bier, trotz der erwähnten Concurrenz, keine Abnahme zeigt.
Porcellan und Steingut.
Die Waare besserer Qualität, die jedoch nur in sehr geringen Mengen verbraucht wird, namentlich Teller und Kaffeetassen liefert Oesterreich. Die sogenannten Türkenbecher (Finjans und Zarfs) bezieht man aus Böhmen und Bayern. Auch Frankreich sendet Einiges in den besseren Sorten Porcellans, namentlich Service, ganz weiss und mit Goldrand. Mit Steingut wird Syrien von England, Deutschland und Italien versorgt; letztere Provenienz ist die wenigst bedeutende.
Glas und Glaswaaren.
Fensterglas; jährlicher Consum ganz Syriens circa 3500 bis (000 Kisten von circa 60 Kilo; wird nur in geringster Qualität Xr. 4) und zwar von Belgien und Frankreich hier importirt.
Hohlglas: Bauchige Gläser zu Wasserpfeifen, glatte und geschliffene; gepresste und geschliffene Karaffen, Leuchter, Trinkgläser, Salzfässer, Apothekergläser, Lampencylinder; mit letzterem Artikel wird Syrien ausschliesslich von Oesterreich versorgt, das dagegen an dem Umsatz in den übrigen vorerwähnten Artikeln, die Belgien ausserordentlich billig producirt und die auch von Frankreich nach Syrien exportirt werden, nur einen mässigen Antheil hat.