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Ant. Adam Schmied.
die bekannten Sack'fchen Säeräder, deren Aushöhlungen jedoch derartig vertieft und an den Seiten durch hervorftehende Ränder gefchützt find, fo dafs ein Abfallen des Samens zur Seite nicht leicht gefchehen kann.
H. F. Eckert ftellte eine neue Univerfal- Breitfäemafchine mit ThornerSäerädern, befonderer Transportachfe und fo conftruirt, dafs der Wind und naffes Wetter auf die Vertheilung der Saat nicht wirken können, aus. Dann die neueſte Univerfal- Drillmafchine mit telefkopifchen Fallröhren und Sack'fchen Schöpf- oder Säerädern, welche 12 Reihen hat, jede Samenart im beliebigen Quantum fäet und fich durch fchöne Conftruction, Dauerhaftigkeit und Leiftung befonders auszeichnet.
Clayton& Schuttleworth ftellten die bekannte Smyth'fche breitwürfige Säemafchine und eine Reihen- Säemafchine aus, welche nach dem Garret'fchen Syfteme gebaut ift, und deren wefentlicher Vorzug in der Verwendung von fchmiedeifernen Rädern ftatt gufseiferner liegt, überhaupt des Schmiedeifens ftatt des Gufseifens wo immer möglich, und der dadurch erzielten Leichtigkeit und Solidität.
Noch ftellten Rapp& Speifer( Göppingen) eine vorzüglich gebaute Patent- Getreide Drillmafchine; Herm. Maultz fch& Comp.( Zfchöllau, Sachfen) eine ſchöne 16reihige Drillmafchine; Ed. Ahlborn fchöne Smyth'fche ReihenSäemafchine mit telefkopifchen Röhren, an welche leicht Ahlborn's Dibbelvorrichtung zur Saat der Zuckerrüben angebracht werden kann; J. G. Garret ( Bukau) drei Drillmafchinen; Chr. Schubart& Heffe( Dresden) eine gut gebaute Breit- Säemafchine; Friedrich Dehne( Halberstadt) zwei fehr fchön gearbeitete Drillmafchinen nach dem Garret'fchen Syfteme, eine 13-, die andere 15reihig; Främbs& Freudenberg( Schweidnitz, Schlefien) eine Drillmafchine mit telefkopifchen Röhren auf 17 Reihen und eine Rüben- Dibbelmafchine mit Furchenzieher zum Legen der Rübenkörner auf Dämmen; A. Bleffing( Hemmingen, Württemberg) eine fchöne Reihen- Säemafchine aus u. f. w.
An die Fabricate der deutfchen Fabriken reihen fich in jeder Beziehung vollkommen würdig die Erzeugniffe der landwirthschaftlichen Fabriken Weftöfterreichs an. M. Hofherr( Wien) führte eine Reihen- Säemafchine vor, die fich durch eine ungewöhnliche Sorgfältigkeit der Ausführung und durchaus folide Conftruction auszeichnete. Diefelbe war ganz aus Eifen gebaut, und zwar waren diejenigen Beftandtheile, die am leichteften einem Bruche ausgefetzt find, aus Schmiedeifen. Dadurch hat die Mafchine an Exterieur gegenüber den hölzernen gewonnen, hat auch ein annehmbares Gewicht, da eine 13reihige Mafchine nicht ganz 9 Centner fchwer ift. Die Conftruction ift einfach und compendiös. Zur Samenvertheilung hat die Mafchine Säeräder; die Steuerung gefchieht von rückwärts, wodurch bei forgfältig vorbereitetem Acker eine wefentliche Erfparnifs in der nothwendigen Bedienungsmannfchaft möglich ift; endlich ift dafelbft eine zweckmässig ausgeführte, patentirte Vorrichtung zum gleichzeitigen Aufheben der Scharen und zur Ausrückung der Säewelle.
Die von G. Sigl( Wien) ausgeftellte 13reihige Garret'fche Säemafchine nebft drei Säewalzen und fchmiedeifernem Hebel ift in jeder Hinsicht tadellos ausgeführt und kann als befter Beweis dienen, dafs unfere Fabrikanten, fobald fie über genügende finanzielle, fowie techniſche Mittel verfügen, leicht mit dem Auslande in Concurrenz treten und diefelbe fiegreich beftehen könnten.
Franz Kugler( Währing, Wien) exponirte neben einer Reihenmafchine auch eine Rüben- Dibbelmafchine nach dem Kutzer'fchen Syfteme, von welchem gefagt werden mufs, dafs es bei einigen aus der Erfahrung fich ergebenden Verbefferungen den Anforderungen des praktifchen Lebens ficherlich genügen würde.
Bernhard Eichmann ftellte neben einigen tadellos gearbeiteten Breit-, Reihen und Univerfal Drillfaatmafchinen die von ihm befonders gearbeitete Kutzer'fche Rüben- Dibbelmafchine aus. Die der Conftruction zu Grunde liegende Idee ift correct; auch hat fich die Mafchine im praktifchen Leben bereits gut