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Ant. Adam Schmied.
und Bernh. Eichmann ftellten eine Klee- En thülfungsmafchine, nach dem bekannten und bewährten Syfteme von Celfing gebaut, aus. Die Celfing'fche Kleedrefch- und Putzmafchine hat eine konifche Trommel, deren Oberfläche mit 1 Zoll im Quadrate ſtarken, gefchmiedeten Stiften befetzt ift, welche I Linie herausragen und 3 Zoll von einander entfernt find; der genau concentrifch um die Trommel gelagerte Mantel ift mit denfelben Stiften, jedoch ganz gleichmässig befetzt, fo dafs die zwifchen beide fallenden Klee- Samenköpfe gehörig zerrieben werden.
Noch dürftiger waren die Maisrebler vertreten, obwohl diefelben für alle maisbauenden Länder von grofser Wichtigkeit find. Als der letzte Maisrebler ift der von Clayton& Schuttleworth verbefferte und mit einem Putzwerke verbundene amerikanifche Maisrebler, deffen Rebelvorrichtung in ihrem Baue den gewöhnlichen Handreblern entſpricht, nur dafs fie im Verhältniffe der Gröfse abgeändert ift. Das Putzwerk befteht aus über einander liegenden, in fchüttelnder Bewegung befindlichen Sieben und einem grofsen Windflügel und vollbringt die Reinigung fo vollständig, dafs der Mais fofort zur Mühle gebracht werden kann.
Reinigungsmafchinen.
Neue Getreide- Reinigungsmafchinen find feit der Parifer Weltausftellung nicht bekannt geworden und auch die bereits bekannten haben keine wefentlichen Modificationen erfahren, indem fie in ihrer urfprünglichen Conftruction eine befriedigende Arbeit liefern.
Obenan ftehen die franzöfifchen Reinigungsmafchinen, welche in reicher Anzahl ausgeftellt waren. Als eine in jeder Hinficht vollkommene GetreideReinigungsmafchine wird die Sotirmafchine( Trieur à grains noirs) von L'huillier ( Dijon, Côte d'or) genannt, welche eine vollständige Abfcheidung von runden Unkrautfamen namentlich der Raden, Vogelwicken, der verkümmerten und zerbrochenen Körner, fowie der Steine von dem Getreide ermöglicht und fomit ganz befonders empfohlen werden kann. Dann J. Pernollet's( Paris) Siebmafchine( Crible- trieur), ein ebenfo einfach als zweckmäfsig conftruirter und erftaunlich leiftungsfähiger Reuterer, der für den Hand- und Motorbetrieb eingerichtet, dazu dient, das durch die Windfege bereits rauh gereinigte Getreide von allen Unkrautfämereien u. dgl. rafch und vollkommen zu putzen. Derfelbe kann mit einem Ventilator verbunden werden und dient in feiner gröfseren Conftruction, mit beweglichen Abtheilungen verfehen, befonders zur Reinigung und Sortirung der Gerfte für Bierbrauer. In der Weltausftellung find 170 Stück folcher Sortirmafchinen( à 120 Francs) verkauft worden. Neben Joffé's Sortirwerk ( ,, Cribleur"), welches das Getreide von allen fremden Körpern in überraschender Weife abfcheidet, ift endlich die von Jul. Hignete( Paris) ausgeftellte Reinigungs- und Schälmafchine nach dem Syfteme Filli zu nennen, welches im Principe auf einer Anwendung der Centrifugalkraft beruht. Ihr Mechanismus beſteht zum Haupttheil aus zwei Reihen ftählerner Conufe, deren eine Seite feft fitzt, während die andere beweglich ift. Durch die Centrifugalkraft werden die Körner zwifchen den zwei Reihen Conufen herüber und hinüber gefchleudert und auf diefe Weife aus der Faferhülle herausgetrieben, ohne dafs ein Kern verletzt oder zerbrochen würde. Als eine der beften und einfachften Schälmafchinen wird diefelbe fehr gefucht( in der Weltausstellung wurden 70 Stück verkauft), da man mit ihr alle Arten Getreide und Sämereien reinigen, das Getreide fpitzen, Gerfte, Reis, Hafer u. f. w. fchälen kann.
An die franzöfifchen, durch ihre ausgezeichnete Arbeit hervorragenden Sortirmafchinen reihen fich die englifchen Getreide Reinigungsmaschinen an. R. Hornsby's bekanntes und allfeitig erprobtes rotirendes Getreidefieb, mit