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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
Entstehung
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Dingler in Zweibrücken.

121 zum Theile wieder auf, fo dafs vorwiegend die rein drehende Wirkung zum Aus­drucke kommt. Ebenfo heben fich die Maffenwirkungen der entgegengefetzt hin­und herfchwingenden Gewichte von Kolben und Kolbenstange, Kreuzköpfen, Lenk­ftangen und Kurbel zum Theile wieder auf, fo dafs die Achslager fehr wenig bean­fprucht werden und der Gang der Mafchine ein ruhiger und gleichmässiger

wird.

Je zwei neben einander liegende Cylinder Enden werden für fich durch getrennte Steuerapparate gefteuert, fo dafs der Dampf immer direct aus dem kleinen Cylinder in den grofsen übertreten kann. Das Hauptfteuer- Organ ift ein kegel­förmiges Canalrohr, welches fich in einem entſprechend geformten Gufskörper dampfdicht dreht. Aus dem Dampfmantel des kleinen Cylinders, welcher durch die Dampfzuleitung mit dem Keffel verbunden ift, tritt der frifche Dampf, und zwar an der kleineren Kreis- Kopffläche in das kegelförmige Rohr und durch diefes in den Hochdruck- Cylinder, während gleichzeitig der verbrauchte Dampf durch das andere Kegelende zur Ausftrömung kommt.

Während des Rückganges verbindet dann eine ausgefparte Innenhöhlung des Steuerkegels die bei­den Cylinderräume und geftattet das Ueberftrömen des Dampfes von einem in das nebenliegende Ende bei gleichzeitigem Abfchluffe gegen beide Aufsenfeiten.

Indem diefe Kegelftellungen bei jedem Hub­wechfel auch wechfeln, wird auf eine einfache und fichere Art der regelrechte, ganz directe Dampfwechfel mit kurzen Canälen( wenn auch fehr ftark gebroche­nen Wegen) erzielt.

Die Steuerhähne erhalten ihre gleichmäfsig umlaufende Drehung durch Schraubenräder und eine feitlich und parallel zu den Cylindern liegende Steuerwelle, welche gleichfalls durch Schraubenräder von der Kurbelachfe angetrieben wird.

Die gegenfeitige Stellung und Höhenlage der Cylinder, Steuerorgane und Ausftrömung ermöglichen, dafs alles condenfirte Waffer und Oel auf abfallenden Flächen aus der Mafchine kommt.

Um die rotirenden Steuerhähne vollständig entlaftet zu halten, müffen fich alle Flächen diametral entgegengefetzt wieder finden. Diefe fymmetriſche und doppelte Anordnung bedingt wohl nicht, dafs die Dampfwege rafcher oder präcifer als bei einer Schieberfteuerung geöffnet werden, indem der einzelne Spalt nur halben Querfchnitt zu befitzen braucht, aber bedingt, dafs fich die Steuerkegel nur mit der halben Drehungszahl der Kurbelwelle zu bewegen haben, was nebft der faft vollſtändigen Entlaftung vom Dampfdrucke diefen Organen eine längere Dauer verfpricht.

Wohl bleibt eine in der Achfe des Kegels von oben nach unten gerichtete Druckwirkung übrig, welche aber an und für fich nicht fehr grofs ift und von einem Spurzapfen leicht aufgenommen werden kann. Deffen Stellbarkeit mit einer Schraube geftattet auch die paffende Einstellung des Steuerkegels in das Gehäuſe, um unter Rückficht auf die Wärme- Ausdehnung eben dicht, aber möglichft reibungs­los zu paffen.

Da fich die Steuerkegel immer gleichmäfsig im felben Sinne drehen, fo kann durch einfache Ueberdeckung an den Arbeitskanten eine fixe Expanfion eingeleitet werden. Ebenfo find alle gewünſchten Voreilungen beim Dampf­Ein- und Austritte, Compreffion etc. durch pofitive und negative Deckungen zu erreichen.

Um Veränderlichkeit der Expanfion zu erzielen, ift auf das Einftröm Ende eines jeden Steuerkegels eine Kappe mit zwei Schlitzen gesetzt.

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