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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
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Mignon& Rouart in Paris.

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jene neue Lage des Geftänges zurecht, bei welcher die normale Drehungszahl wieder eingehalten werden kann. doll

Es ift einleuchtend, dafs diefe wenig complicirte Uebertragung auch in anderer Weife, als nun befchrieben, anzuordnen möglich ift und beiſpielsweife die Doppelkegel auch oberhalb des Droffelarmes eingefchalten werden können. Die Hängftange kann ferner ftatt der Droffel die Daumenwelle einer Farcotfteuerung ftellen, wie es die ausftellende Firma auch anwendet, und dürfte auch auf andere Steuerungen vortheilhaft verwendbar fein.

Mignon& Rouart in Paris brachten die kleinfte Mafchine der Aus­ftellung, den fogenannten Moteur domeftique. Diefer kleine Apparat foll Hats M52 einfach die Kraft eines( fchwachen) Menfchen

( Schwungrad- oder Fufstritt- Arbeit) erfetzen und liefert auch thatfächlich nur circa 1, Pferdekraft, indem die gefteigertfte Leiftung an einer Bremfe 81 Kilogramm Meter per Secunde beträgt. Zum Betriebe einer kleinen Pumpe, einer Drehbank, eines Schmied- Blasbalges, einer Nähmaschine und 1X ähnlicher kleiner Werkzeuge mag diefer Haus­mann" dann ein erwünſchter Diener fein. nists Diefe Mafchine befteht aus einem mit Gas geheizten Dampfkeffel, einer kleinen Dampfma­fchine und einigen Sicherheitsapparaten für den Der Keffel befteht aus gleichmässigen Gang. einem 240 Millimeter weiten, 550 Millimeter hohen Blechmantel, der unten mit einer Rohr­wand gefchloffen ift, und auf einem Gufsfockel fteht, in deffen Innenraum eine Krone von 24 Bunfenbrenner- Gasflammen die Heizung beforgt.

Die Verbrennproducte fteigen durch einen Kranz kupferner, 20 Centimeter langer Rohre in eine Rauchkammer, um durch ein eingefetztes, abwärts zu mittleres Abzugrohr wieder nach kehren und in einen Schornftein zu entweichen, der fich an den Gufsfockel fchliefst. In diefes mitt­lere, 85 Millimeter weite Abfallrohr hängt aber noch ein Blechfack von 60 Millimeter Durchmeffer nieder, der von der Gufsdecke der Rauchkammer getragen wird, aber im Innern des Keffels bis nahe zur Decke reicht, wo er offen in den Dampfraum mündet. Die Entnahme des Dampfes aus dem Keffel gefchieht aber faft am Boden diefes von den abzie­henden Verbrennproducten geheizten Sackes und erfolgt daher in möglichft trockenem Zuftande. Die Gröfse diefes Dampftrockners und Ueberhitzers wurde angeblich derart auserprobt, dafs die Temperatur des Dampfes nie 240 Grad C. überfteigt. Andere Keffel haben ftatt der Rohre einfach eine gewellte Gufswand eingebaut.

Der Keffel befitzt einen Mignon Manometer, aber keine Speifepumpe, fondern nur einen hahngefchloffenen Fülltrichter, durch welchen der Wafferbedarf eines halben Tages eingegoffen werden kann. Statt Wafferglas und Sicherheitsventil ift ein kleiner Gasdruck- Regulator verwendet, der aus einem auf dem Keffel fitzenden gefalteten Metallrohr befteht, welches der Dampf zu ftrecken und ein Gewicht zu ftauen beftrebt. Diefes gefaltete Rohr foll fich unter der mindeften Druckfchwan kung in eine andere durch die Gewichtsauflage regulirbare Höhe ftellen und den Gashahn völlig verlässlich halten. Da aber das Belaftungsgewicht in den Keffel hineinhängt, und ein fteifes Gehäufe das dehnbare Rohr umfchliefst, fo foll nie eine höhere als die zuläffige Spannung( 8 Atmoſphären) eintreten können, indem