Nagel& Kaemp in Hamburg
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Folge des Auslaufens der Schalen und geftattet daher einen kleinften Ueberfprungraum zwifchen dem Leit- und dem Treibrad.
Das aufsenliegende Laufrad ermöglicht eine ftete Beobachtung des austretenden Waffers und damit eine dauernde Controle über den Zuftand der inneren Turbinentheile. Durch das radiale Austreten des Waffers wird die richtige Gefchwindigkeit des Ganges erkannt.
Bei conftanten Waffermengen wird von der Verwendung der Krone und der beweglichen Innenfcheibe abgefehen und letztere feft eingebaut.
Die Abfperrung des Druckrohres gefchieht ftets mit gufseifernen Aufzugs ichützen, welche auf Rollen laufen.
Partial turbine mit drehbarem Leitfchaufel- Apparat. Bei den von Nagel& Kaemp ausgeftellten Partial- Turbinen tritt das Waffer von unten in das Leitrad und von innen in das Laufrad.
Die Stellbarkeit des Leitfchaufel- Apparates wird dadurch bewirkt, dafs fämmtliche Leitfchaufeln in einen ringförmigen. zweitheiligen, den TurbinenEinlauf concentrisch und dicht umfchliefsenden Körper gelegt find, und dafs der ganze ringförmige Leitfchaufel- Apparat durch ein Zahnkranz- Segment und Getriebe drehbar ift. In dem Turbineneinlauf find da, wo ihn der LeitfchaufelApparat umfchliefst, zwei gegenüberftehende gleichgrofse rechteckige Ausflufs öffnungen angebracht.
Im Zuftande der Ruhe find diefe Ausflufsöffnungen von dem nicht mit Leitfchaufeln verfehenen Theil des ringförmigen Leitapparates verfchloffen, während durch die Drehung desfelben dem Waffer mehr Durchgangszellen geboten werden.
Da durch die beiden gegenüberftehenden Eintrittsöffnungen ftets der Ring balancirt bleibt, fo dürfte die Verdrehung leicht und thatfächlich eine einfachfte bequemfte und billigfte Regulirvorrichtung gewonnen fein, welche auch theoretifch völlig richtig und mit nahezu gleichem Nutzeffect für die verfchiedenen Waffermengen arbeiten kann.
Partialturbine mit radialem Regulator. Die Turbine glich mit Ausnahme der Achfenrichtung, welche hier horizontal lag, völlig der eben befchriebenen, und unterfchied fich nur durch die Anbringung eines hydraulifchen Regulators, deffen Wirkung auf folgendem Principe beruht.
Bekanntlich tritt bei Turbinen mit aufsenliegenden Laufrädern das Waffer nahezu radial aus, wenn die Mafchine mit der richtigen Gefchwindigkeit läuft. Befchleunigt fich deren Gang, fo wird der Austrittswinkel ftumpfer, während er fpitz wird und fich gegen die Flucht der Schaufeln neigt, wenn eine Verzögerung eintritt.
Nun ift um das Treibrad, und zwar concentrifch zu demfelben, ein mit radialen Schaufeln verfehenes Regulirungsrad gelegt, welches auf der Turbinenwelle frei drehbar fteckt. Tritt nun während des Ganges der Turbine das Waffer normal, das ift in radialer Richtung aus dem Treibrade, fo geht es ohne Seiten. druck zwifchen den radialen Schaufeln des Regulirungsrades hindurch und letz teres fteht demzufolge ftill.
Läuft aber die Turbine zu rafch oder zu langfam, fo drückt das austretende Waffer in der einen oder anderen Richtung gegen die Schaufeln des Regulator.. rades und da deffen nach aufsen verlängerte Nabe eine Schraube eingefchnitten trägt, welche ein Vorgelege betreibt, fo dreht diefe den entlafteten Leitfchaufel. Apparat wie es fonft von Hand gefchehen muss.
Für die Henfchel- Jonval Turbinen könnte ein folches Rad mit völlig ebenen und fenkrechten Schaufeln verfehen unter das Treibrad gefetzt, und ähnlich. wie hier zur Regulirung benützt werden.
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