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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
Entstehung
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Apparate zur Unterfuchung der Mafchinen.

Zur Beftimmung der geleifteten Effecte der Motoren dienen im Allge­meinen die Brems Dynamometer und überdiefs fpeciell noch für die Dampf- und ähnliche mit beweglichen Kolben arbeitenden Mafchinen die Indicatoren.

Hubzähler, Waffermeffer etc., welche wohl auch dabei zur Verwendung kommen können, liegen diefem Berichte zu fern.

Die Bremsdynamometer.

In der Ausftellung waren nur an wenigen Mafchinen Bremfen angebracht und Bremsdynamometer als folche waren nur von einer einzigen Firma aus­geftellt. Ich habe mit fämmtlichen vorhandenen Bremfen( ausgenommen jener von Friedrich& Comp in Wien) Verfuche vorgenommen und die Refultate bei den betreffenden Mafchinen angeführt. Doch waren die zu bremfenden Effecte nur klein und überftiegen nie 20 Pferdekräfte.

Englifche Brems dynamometer. Durch die jährlichen Preis­heizungen bei den Locomobilen Ausftellungen in England hat fich unter Anderem folgende einfache Bremsconftruction herausgebildet, welche an der Ranfome Sims& Head'fchen Stroh- Heizlocomobile in ihrer einfachen Form und ferner in zwei Exemplaren einer von Eaftons vervollkommneten Conftruction in der Aus ftellung vertreten war. Ich habe mit jedem diefer Apparate wiederholt und je mehrere Stunden lang Bremfungen vorgenommen( fiehe Keffelbericht Loco­mobilen) und mich von deren verläfslichen Arbeitsweife überzeugt.

Die Bremfung gefchieht ftets mit einem rund um das abgedrehte Riemen­fchwungrad gelegten und ziemlich dicht mit Holzklötzen bekleideten Eifenband, welches des Transportes halber aus mehreren mit Gelenken verbundenen Theilen befteht.

Die Ranfome'fche Brem fe trug bei 152 Meter Scheibendurchmeffer and 195 Millimeter Breite 18 Holzbacken von je 150 Millimeter Länge, 190 Breite, und 37 Millimeter Dicke, wodurch fie einen Abftand von ungefähr je 80 Milli­meter frei liefsen. Diefe Holzbacken waren auf ein 150 Millimeter breites, ein Millimeter dickes Blech mit je 4 Schrauben befeftigt und waren vor dem Ab­fallen von der Scheibe durch drei Paare von Hartholznafen gefchützt, welche einfach an die Seite der Bremsbacken gefchraubt waren.

Zum Anziehen der Bremfe diente eine Doppelfchraube mit entgegengesetzt gefchnittenen Gewinden, welche zwifchen diefen, das ift in inrer halben Länge eine querdurchlochte Verdickung trug. Die Hand des Beobachters fafst einfach diefe Verdickung an und die leichtgehende Schraube ſpannt das Bremsband durch die an den Brems- Bandenden angenieteten und die Muttern enthaltenden Winkel. Diefe Schraube war im Ganzen 300 Millimeter lang und 25 dick, und nicht in der Achshöhe, fondern an einem Ort derart tiefer eingefchaltet, daſs fie in die Handhöhe kam.

Für das Bremsgewicht hing ein 120 Millimeter breites Riemenftück von der Höhe des horizontalen Durchmeffers auf der Gegenfeite der Handfchraube