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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
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J. F. Radinger.

nieder, und trug unten eine mit 6 Nieten befeftigte Eifenfchleife, während es oben durch ein Schraubenpaar am Bremsband hielt.

An dem tiefften Punkt des Bandes war noch ein Auge für eine ftets lofe hängende Sicherheitskette angebracht, um einem allfälligen Herumfchleudern der Gewichte zu begegnen. Letztere hingen mit je einem langen Drahthaken in der Schleife und berührten faft den Boden.

Diefe Bremfe, deren Eigengewichte fich völlig balanciren, konnte halb­ftundenlang einen Effect von 18 5 Pferdeftärken bei 140 Umdrehungen per Minute ohne fich zu erhitzen aufnehmen, obgleich fie trocken lief.

Von Eaftons& Ande: fon in London waren zwei Brems- Dinamometer. gefandt, mit deren einem ich die Garett'fche Locomobile beobachtete( fiehe Keffelbericht).

Von diefen Bremfen hatte eine nur eine und die andere( unbenützte) zwei Bremsfcheiben, welche je 154 Meter Durchmeffer und 135 Millimeter Breite zwifchen den Seiten rändern befafsen. Die Bremfung gefchah ähnlich wie bei der vorigen Bremfe mit einem umlegten und 12 Holzbacken enthaltenden Doppel. band und einer Handfchraube. Die Belaftung war mit einzelnen 10 und 5 Kilos fchweren Gufsfcheiben, auf einem centrifch aufgehangenen Teller vorzunehmen, welchen ein Fangarm vor dem Zutieffinken fchützte.

Das Bremsband war aber hier noch einmal und zwar am tiefften Punkte unterbrochen und fafste( aber nicht in gerader Flucht) das untere Ende zweier der Symmetrie halber zu beiden Seiten der Bremsfcheibe ftehender, je 570 Milli­meter langen Hängfchienen an; diefe konnten oben in einem verticalen Langfchlitz um den feften Bolzen je einer kleinen Standfäule fchwingen, unten fchlofs fich das Bremsband, welches von der Gewichtsfeite her kam. an, während das entgegen­gefetzte von einem um 50 Millimeter höher liegenden Punkt derfelben Häng­fchiene fortlief.

Durch diefe Einfchaltung war das Belaftungsgewicht vor einem Zuhoch heben gefchützt, aber noch der weitere Vortheil erreicht, dafs fich das Band felbft genau fpannte, wenn es von der Handfchraube nur beiläufig eingeftellt war. Die Schwankungen der Gefchwindigkeiten des Motors glichen fich derartig aus und der Beobachter hatte nicht jene dauernden Correcturen vorzunehmen, welche fonft nöthig fcheinen, ohne es zu fein, und feine Aufmerksamkeit unfruchtbar bean­ſpruchen.

Der Apparat war wohl aufserhalb des einen Lagers mit einer 152 Meter grofsen, 150 Millimeter breiten Riemenfcheibe, aber aufserdem zur directen Kup­pelung an die Kurbelwelle der zu unterfuchenden Locomobilen eingerichtet, indem die weiter verlängerte Achfe des Bremsrades ein Hoock'fches Gelenk trug und eine Zwifchenwelle mit einem zweiten Gelenk beigegeben war, welche mit Stell­fchrauben an die Lokomobilwelle zu fetzen ift. Dadurch wird der Effect von der Mafchinenwelle direct genommen, ohne die Zapfenreibung ins Spiel zu bekommen, welche die Riemenfpannung weckt.

Um aber diefe Kuppelung ohne Winkelabweichung bewerkstelligen zu können, befanden fich die beiden fchiefgefchnittenen Lager des Bremsrades in einem gemeinfamen unten herumgehenden Rahmen, welcher vorne an den zwei je 2.750 Meter hohen Ständern der Maſchine fchwalbenfchwanzförmig vertical ge­führt und mit je einer langen Schraubenfpindel und oberem Griffrad höher oder tiefer verfchoben werden konnte, worauf zwei jederfeits im Schlitze eingelaffene Schrauben die Feftftellung des Rahmens beforgten

Die Ständer hatten eine dreieckige Form und ftanden auf einer gemein­famen Grundplatte, deren taffenförmige Vertiefung das abträufelnde Kühlwaffer aufnahm, welches aus einem oben angebrachten Gefäfs über die Bremfe lief.

Diefe Bremfe wurde unter dem Effect der Garett'fchen Mafchine( 16 Pferde bei 120 bis 140 Umdrehungen der Scheibe) trotz reichlichen Kühlwaffers