બાળ વા
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J. F. Radinger.
14 Cubikmeter Waffer per Stunde verdampft. Daher entfallen per Quadratmeter Heizfläche nur 13 Kilo( per Pferd 21 Quadratmeter Heizfläche), was ungefähr die Hälfte deffen ift, was man von anderen guten Keffeln erhält, deren Querfchnitte aber nicht fo unglücklich klein ausfallen wie hier. Ein zeitweiliges Forciren wird bei diefem Keffel unmöglich fein, wo fchon für den normalen Betrieb ein ftark ziehender Kamin nöthig ift, um die Gafe durch die droffelnden Rohre und über die fcharfen Biegungen zu führen.
Die als vorfichtig bekannten Reading Iron Works nahmen ihn empfehlend in ihren Katalog.
In der Londoner Ansftellung 1862 waren drei folche Keffel, der Wiener zeigte die Fabriksnummer 340. Letzterer wog 12.500 Kilo und war zu Ende der Ausftellung um 650 Pfund Sterling feil.
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Der Howard- Keffel.
J.& F. Howard in Bedford hatten im englifchen Keffelhaufe einen ihrer Sicherheitskeffel" eingebaut, welche für hohen Druck( 10 Atmofphären) beftimmt find. An diefen Keffeln kommt abfolut keine Nietung vor, und fie beftanden aus zwanzig einzelnen gefchweifsten und gezogenen, wenig anfteigenden Rohren aus 8 Millimeter dickem Eifenbleche von je 230 Millimeter Durchmeffer und 3.65 Meter Länge. Jedes Rohr war nur am rückwärtigen Ende gehalten, nach vorne aber frei, fo dafs feiner ungehinderten Ausdehnung nichts entgegenwirkte. Diefes rückwärtige Halten zum Zwecke der Verbindung des Innenraumes eines jeden Rohres mit den übrigen gefchah durch die Verfchraubung von je fünf übereinander liegenden Rohren an vier nebeneinander ftehende Verticalrohre, welche oben durch je ein engeres Knie in einen querliegenden Dampffammler mündeten. Letzterer war von Gufseifen, hatte 18 Meter Länge, 350 Millimeter Durchmeffer, 21 Millimeter dicke Wände und trug drei Angüffe für je ein Dampf- und zwei Sicherheitsventile.
Vor der unterften Rohrreihe lief quer das Speifewaffer- Rohr hin, welches mit jedem der dortigen Rohre verfchraubt war, und Field'fche Einlagen in fämmtlichen Rohren erleichterten die Waffercirculation während des Betriebes.
Das Feuer brannte vorne unter den Rohren und feine Gafe durchbrachen deren Zwifchenräume, um zum Fuchs zu gelangen, der fich oben rückwärts anfchlofs. Dabei war ihr Weg nicht der gerade, fondern fie wurden durch eingelegte Gufsplatten gezwungen, zuerft an den beiden Unterreihen nach rückwärts, dann an der nächften Reihe nach vorne, und dann wieder zurück zu ftrömen, und ihr Weg glich fo einem S.
Der niederfte Wafferftand füllte eben die drei unteren Zeilen von Rohren, während auch der höchfte nicht in die oberfte Reihe trat. Daher waren immer eine oder zwei Rohrzeilen von Waffer entblöfst, und indem fie der letzte Zug der Gafe beftrich, konnte der darin enthaltene( ftagnirende?) Dampf getrocknet, refpective überhitzt werden.
Zum Zwecke des Verfchluffes und der Reinigung trug jedes Rohr vorne an feinem freien Ende ein kurzes Schaltrohr, worauf eine mit Gewinden eingezogene Schmiedeflanfche kam, gegen welche eine aufgefchliffene Gufsplatte mit vier Eckfchrauben geprefst wurde. Diefe Schlufsplatten lagen aber von der Einwirkung des Feuers durch einzelne Gufstafeln getrennt, die vorne zwifchen den Rohren eingelegt wurden und eine Wand bildeten. Ueberdiefs waren dort noch Halfen aus Flacheifen verwendet, welche die Rohre ftützten und ihnen einen gleichbleibenden mittleren Abftand von 360 Millimeter ficherten.
Die Verbindung hinten mit den Stehrohren gefchah je durch ein kurzes, 5 Centimeter freiliegendes Zwifchenrohr, welches an beiden Enden ein Schraubengewinde trug, mit dem es einerfeits in die Länge des Horizontalrohres, anderfeits aber in die Wand des fchmiedeifernen Stehrohres griff. Diefes letztere war