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J. F. Radinger.
In Verbindung mit der grofsen fpecififchen Heizfläche laffen fich daher folche Keffel leicht forciren, und da noch ein Blasrohr das Feuer anfacht, liefern fie genügend Dampf, felbft für doppelt fo grofsen Effect als ihre nominelle Stärke reicht. Diefs kann thatfächlich hier wie bei jedem anderen gefunden Organismus ohne befondere, unmittelbar gefahrdrohende Ueberanftrengung durch kurze Zeit hindurch gefchehen, während felbftverftändlich die Oekonomie am meiften gewinnt, wenn der Keffel mäfsig beanfprucht bleibt.
Ranfomes, Sims& Head in Ipswich. Das hervorragendfte Ausstellungsobject diefer Firma war ein Locomobile für Strohheizung. Der Keffel felbft hatte eine innere Feuerkifte, o 92 Meter lang und o 79 Meter breit, welche einen ( Verbrenn)-Querfchnitt von o'72 Quadratmeter bot. Den Cylinderkeffel von o 83 Meter Durchmeffer und 1:82 Meter Länge durchzogen 48 Rohre von 56 Millimeter lichter Weite, woraus fich die Feuerfläche auf 18 Quadratmeter, der Roft auf 25 derfelben und der Röhrenquerfchnitt auf% des Roftes ftellt.
Der Stroh Heizapparat felbft, eine gemeinfame Erfindung von Schemioth und Head, befteht aus einem leichten Bretertifche, an deffen Ende fich ein StachelWalzenpaar befindet. Eine der Walzen wird durch einen Riementrieb von der Schwungrad Welle her direct bewegt und die andere durch ein Kraufelrad mit
genommen.
Der Heizer bringt nun das Stroh auf die Tifchfläche, breitet es aus und fchiebt es den Walzen zu, welche die Partie erfaffend ihm Zeit zum Zutragen neuen Strohes gönnen.
Ein an der Stirnfeite der Locomobile zwifchen Feuerkifte und Heizmantel eingenietheter flacher Rechtecks- Kranz bietet nun eine Heizöffnung, vor welche der Apparat gefchoben wird und durch die das breite, aus den Walzen kommende Strohband in den Feuerraum tritt. Die Verbrennung gefchieht nun fofort und hauptfächlich innerhalb jener Zeit, während noch die einzelnen Halme. von den Walzen niederhängen. Einige wenige( vier) tieferliegende Längs- Roftftäbe verhüten das Ausfallen unverbrannter Theile und geftatten ein lofes Vorftauen des Strohes in der Feuerbüchfe bei gefteigertem Betriebe.
Zeitweilig wird der weite Zwifchenraum diefer Stäbe je mit dem aufftehen. den Zahne eines Rechens durchfahren, der fich unter diefem Rofte hin- und herfchieben läfst und die Kiefelafche entfernt, die fonft den Luftzug hemmt.
Ferner befindet fich ober den Speifewalzen eine fchmale Fallklappe, durch welche die Feuerbleche öfter abgekehrt werden, das Anzünden erfolgt und auch fonft der Gang der Heizung überwachbar bleibt.