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Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von Victor Novelly, Ing.
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Victor Novelly.

in Gent ein fehr fchönes doppeltes Wafferftandsglas mit in der Mitte befind­lichem Metallkörper zur Verfteifung, ausgeftellt.

Die Glasröhren bei denfelben waren von einem zweiten, weiteren Glas­cylinder umgeben.

Zur Herftellung, refpective dem Absperren der Communication der Waffer ftandsröhre mit dem Keffelinnern dienten vorwiegend Hähne mit Lilien( Kücken), feltener Ventile mit Spindel und Griffrad.

Oefterreich und Frankreich brachten Hähne, Deutſchland und England Ventile. Die Verbindung des Hahngriffes, des unteren Hahnes mit dem des oberen durch eine Eifenftange, zum Zwecke des gleichzeitigen Abfchliefsens, ift in der belgifchen Abtheilung vorgeführt worden, was jedenfalls eine Vereinfachung in der Handhabung des Apparates und beim allfälligen Platzen der Röhre ein rafcheres Schliefsen der Hähne ermöglicht.

Ein fehr finnreich conftruirter Hahn­kopf war in der englifchen Ahtheilung von der Firma Whitley- Partners Railway Works in Leeds unter der Benennung: Webb's Patent ausgeftellt.

Nachftehende Zeichnung zeigt das obere Garniturftück, an die Keffelwand gefchraubt im vertical- und horizontal Schnitte, in Fünftel- Naturgröfse.

Der Hahnkopf ift ftets direct an die Keffelwand anzufchrauben, bedarf daher. keiner anderen Verfteifung.

Der Dampf communicirt durch horizon­tale Seitencanäle mit dem Glasrohr. Das Ventil hat vorne und rückwärts Sitzflächen und ift mit der Spindel und dem Griffrädchen fix. Wird nun letzteres nach rechts gedreht, fo fperrt das Ventil den Dampf vom Glas, rohre ab. In dem Seitencanale jedoch, der vom Keffel nicht abgefperrt werden kann, befindet fich nun der Dampf, der fich durch das lockere Schraubengewinde der Spindel durchdrängt und an dem fcheibenförmigen concaven Griffrädchen bricht und einen fchrillen Ton gibt.

Diefs zeigt an, dafs der Apparat nicht in derjenigen Stellung ift, in welcher er während des Betriebes des Keffels fein foll. Die Figur zeigt denfelben in eben diefer Stellung. Wird nun das Griffrädchen nach links gedreht, fo kommt die rückwärtige Seite des Ventil­konufs zur Wirkung und verhindert das Durchdrängen des Dampfes dem Gewinde entlang, öffnet jedoch den Zutritt zum Glasrohre und der Apparat befindet fich in feiner Normalftellung.

Das auf das obere Ende aufgefetzte Kupferrohr mit Ueberwurfmutter hat den Zweck, das Manometer zu tragen, eventuell nach Abfchrauben desfelben das Einführen einer neuen Glasröhre zu ermöglichen. Das Manometer ſpielt, wenn der Wafferftandszeiger in Thätigkeit.

Der untere Ventilkopf ift ganz dem oberen ähnlich, hat jedoch noch ein Ausblafeventil am unterften Ende, welches fo conftruirt ift, dafs es Dampf oder