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Peter Zwiauer.
erreichbare Vacuum kommt bis auf 740 Millimeter Quecksilberfäule, doch mufs alsdann fehr reichlich kaltes Waffer auch mit etwas Gefälle dem Apparate zulaufen.( Ungefähr 12 Liter per Secunde und Pferdekraft.)
Diefe Condenfatoren werden auch je nach ihren Gröfsen mit verfchiedenen Curven an den Düfen und am Condenfationskamine und mit verfchiedener Anzahl Düfen hergestellt. Es hat fich überhaupt bei den Verfuchen herausgeftellt, dafs der Gebrauch eines Strahlcondenfators die Luftpumpe vollſtändig erfetzen kann, wenn kaltes Waffer in gröfserer Menge zufliefst. Die ausgezeichnete Fähigkeit, ein bedeutendes Vacuum zu erzeugen, fichert dem Apparate feine Anwendung zu Vacuumpfannen in den verfchiedenen Branchen der chemifchen Induſtrie.
Es ift auch klar, dafs fich dadurch dann Kohlenerfparnifs ergibt, wenn man gegen den Strahl condenfator eine gewöhnliche Luftpumpe nimmt. Es liegt auch die Möglichkeit eines vollkommeneren Vacuums vor, wenn alle Flanfchen und Packungen dicht hielten. Es zeigt fich aus verfchiedenen Atteften, dafs die Luftleere 24 Zoll, 632 bis 740 Millimeter betragen kann, welches jedenfalls eine fehr gute Leiftung zu nennen ift. Ausserdem gewährt die Anwendung des Strahlcondenfators den Vortheil, dafs man gar keine von den complicirten Apparaten, als Kaltwaffer- und Luftpumpen, benöthigt. Die Aufftellung der Con denfations Mafchinen wird eine wefentlich leichtere, weil der Condenſator jetzt faft gar keinen Platz beansprucht und überall hingeftellt werden kann; er verlangt gar keine Bedienung mehr, wenn der Wafferzuflufs einmal geregelt ift.
Die Gehäufe der Condenſatoren find von Gufseifen, die inneren Theile, Düfen etc. von Kanonenmetall, und ohne jede innere Packung.
Die Luftpumpen, welche nothwendig hier angereiht werden müffen, dürften wahrfcheinlicherweife ihre eingehendere Befprechung bei den meift hüttenmännifchen Fächern finden, für deren Zwecke fie dienen.
Es waren ihrer auch nur wenige bei der Ausftellung zu finden. Vor Allem ragte im buchstäblihen Sinne des Wortes die grofs Gebläfemafchine hervor, welche die Werke Sir John Cockerill's in Seraing, Belgien, ausftellten. Es