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Johann Zeman.
Es findet zweifelsohne bei der Bewegung des Apparates durch die Würgeltücher und die unbeweglichen Stahlbänder eine Theilung des eingeführten Vliefses in fo viel Streifen, als Stahlbänder vorhanden find, ftatt. Ob aber diefe Theilung trotz der Glätte der Stahlbänder, auf welchen die Wollbändchen weitergefchoben werden müffen, mit der erforderlichen Gleichmässigkeit vor fich geht, diefs entgiltig zu entfcheiden, ift wohl noch nicht möglich, umfomehr als die Ausfteller unterliefsen, den Apparat in Betrieb zu fetzen.
Bei dem Bède'fchen Selfactor erfolgt wie bei Platt der Antrieb der Steuerwelle, Einzugswelle und Abfchlagmechanismus unabhängig von der Hauptwelle und der Spindeldrehung; im Gegenfatz zum Platt'fchen Selfactor aber durch eine Riemenfcheibe auf der Einzugswelle und von diefer aus ftatt durch Räder mittelft eines endlofen Seiles, welches von der Einzugswelle zur Parr- Curtis- Steuerwelle, von hier zur Vorgelegewelle für das Abfchlagrad und endlich zurück zur Einzugswelle läuft.
Die Spindeldrehungen gehen wie bei dem vorhin abgehandelten Platt'fchen Selfactor vor fich.
Um den Verzug der Streckfäden in einer Vimont- Sykes'fchen Spinnmafchine zu unterſtützen, ift der vordere, rafch umlaufende Schläger durch einen langfam fich drehenden, zweiarmigen und mit Kratzleder befetzten Flügel erfetzt
worden!
Der Antrieb der Streckwalzen und der Röhrchen erfolgt zweckmäfsig von der Hauptwelle mittelft eines rafch regulirbaren Frictionsvorgeleges; daher Gefchwindigkeitsänderungen je nach Qualität der zur Spinnmafchine kommenden Wolle ausgeführt werden können.
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Wenden wir uns nun zu den von Cöleftin Martin in Verviers( Belgien) zur Wiener Weltausftellung gebrachten und in Gang gefetzten Maſchinen zur Verarbeitung von Wolle.
Vorerft wäre da der Reifswolf für Abgänge( Shoddywolf) zu erwähnen, bei welchem die untere Zuführwalze durch eine fefte Mulde erfetzt ift und ftatt des oberen, geriffelten Cylinders eine mit Kautfchuk überzogene Walze eingelegt werden kann.
Der Klettenwolf wies in der Conftruction der Kammtrommel eine Die einzelnen Zähne der Kämme find fehr wichtige Verbefferung nach. durch eingefräfte, etwa 11 Millimeter tiefe und breite Rinnen von ein12 ander getrennt und fteht jedem Zahn eine Rinne des vorhergehenden Kammes gegenüber.
Die der Kammtrommel zugebrachte Wolle hat Platz und Gelegenheit in die Rinnen zwifchen den Kammzähnen fich einzulegen und dadurch jeder Befchädigung durch die Schläger zu entgehen, während Kletten und dergleichen über der Oberfläche des Kammtambours liegen bleiben und durch die Schläger abgeftreift werden.
Auch der felbftthätige Schmelzwolf, mit welchem Martin fchon im Jahre 1862 in London zuerft aufgetreten ift, zeigte eine neuere Vervollkommnung dahin, dafs die Einfprengflüffigkeit nicht mehr vorher gemifcht und vorbereitet in den Behälter auf der Mafchine gebracht werden mufs. Oel und Waffer werden gefondert aufgegeben und durch die Abftreifbürfte mit dem Einfprengen der Wolle zugleich gemifcht.
Zu diefem Behufe find an Stelle des einen Troges zwei getrennte, halb fo grofse Behälter für Oel und Waffer vorhanden, welche unabhängig von einander eine Drehung erhalten und beliebige Mengen abfliefsen laffen. Das ausfliefsende Waffer und Oel gelangt über zwei über einander liegende und die ganze Breite der Mafchine einnehmende Vertheilungsrinnen in gleichförmig vertheilten Tropfen auf jene Abflufsplatte, von welcher durch die fchnell rotirende Bürftenwalze die Vermifchung der Flüffigkeit bei deren Ausbreitung über die zukommende Wolle bewerkstelligt wird.