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Die Maschinen und Werksvorrichtungen in der Thonwaaren-Industrie : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Dr. Emil Treirich
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Die Mafchinen und Werksvorrichtungen in der Thonwaaren- Induftrie.

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und die Vermeidung einer unnöthigen Ueberhitzung gewiffer Theile des Ofens, find die, bei allen Varianten angeftrebten Principien des Conftructeurs.

In allen jenen Fällen, in denen das zu brennende Fabricat gegen eine, nicht ganz gleichförmige Mifchung der Flamme fehr empfindlich ist, wie bei Porzellan-, Steingut- oder bleiglafirtem Gefchirre, ift eine centrale Einführung des Gasgemenges erforderlich, was freilich den Nachtheil hat, dafs eine gewiffe Wärmemenge durch Zufammenführen von Gas und Luft unterhalb der Ofenfohle dem Brennproceffe entzogen wird und auch die Baukoften der Anlage fich erhöhen. Für Terracotten und Ziegel ift eine folche Vorficht nicht nothwendig. Hier kann man Gas und Luft an mehreren Punkten der Kammer frei eintreten laffen, die Bauart derfelben wird einfacher, dauerhafter, die Brennftoff- Erfparnifs erheblicher. Die angewandten Gasgeneratoren find von bekannter Conftruction, in ihnen bildet fich aus dem aufgegebenen Brennmateriale unter Zuftrömen eines geringeren Luftquantums, als zur völligen Verbrennung nöthig ift, das Gemenge von Kohlen­oxyd- Gas, Wafferftoff und Kohlenwaffer- Stoffen, welches neben dem gebildeten Waffer und dem Stickftoffe der eingeftrömten atmoſphärifchen Luft in zwei Canälen den Kammern zugeleitet wird, welche in gröfserer Zahl und in zwei Reihen angeordnet find.

Die Gaszuftrömungs- Canäle laufen an den beiden Aufsenfeiten der dop­pelten Kammerreihe. Jede Kammer hat ihre befondere, durch ein Ventil fperrbare Gaszuführung und eine Verbindung mit den beiden anftofsenden Kammern durch Canäle in den Trennungswänden, welche ihrerfeits durch eiferne Schieber abfperr­bar find. Durch ein eifernes Glockenkegel- Ventil fteht zudem jede Kammer mit dem Rauch- Abzugskanale in Verbindung, der zwifchen den beiden Kammerreihen liegt und in den Schornftein des Ofenfyftemes mündet.

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Soll eine folche Kammerreihe in Betrieb gefetzt werden, fo bringt man die Generatoren in Gang, leitet das Gas in eine Ofenkammer, welche vorher mittelft directen Feuers in Rothgluth gebracht ift, oder man zündet das Gas, auch wenn die Befchaffenheit der zu brennenden Waare diefs zuläfst, bei feinem Eintritte in eine kalte Kammer directe an. Sobald die Kammer gar gebrannt ift was man freilich bei kalter Verbrennungsluft etwas fchwer erreicht wird das Gas. ventil derfelben gefchloffen und das zu der nächften Kammer führende geöffnet, welche durch die abziehenden heifsen Verbrennungs- Producte aus der erften bereits ftark vorgewärmt ift. Die Luft, welche nun zur Verbrennung nöthig ift, paffirt durch die Oeffnungen in den Kammer- Scheidewänden, tritt erhitzt an das Gas, entzündet es und erhöht deffen Heizkraft wefentlich. In folcher Weife fetzt fich nun ein continuirlicher Brennprocefs von Kammer zu Kammer regel­mäfsig fort.

Für Ziegel und Chamottewaaren genügt eine Kammerzahl von vierzehn bis fechzehn, in zwei Reihen von je fieben bis acht Kammern angeordnet, welche an ihren Enden durch Canäle verbunden find.

Wenn bei einem, im vollen Gange befindlichen Ofen von fechzehn Kam­mern beifpielsweife die Kammer 8 durch Einleitung von Gas befeuert wird, fo empfängt letzteres die nöthige Verbrennungsluft durch den etwas geöffneten Eingang der Kammer 5, nachdem diefe Luft Kammer 5, 6, 7 paffirt und aus den­felben Wärme entnommen hat. Die Kammern 9, 10 und II werden von den aus 8 abgehenden Verbrennungsproducten durchftrichen und hiedurch vorgewärmt, Kammer II ift von 12 dabei durch Schieber getrennt. Auch die fertig gebrannt ftehenden Kammern 1, 2, 3 und 4 haben dann noch eine ziemlich erhebliche Temperatur. Man läfst Luft durch diefelben ftreichen, welche nach Belieben zur Erwärmung der Trockenräume in der Fabrik verwendet oder durch einen befonderen kleinen Canal in die Kammern 13 und 14 geleitet wird. Diefe find mit frifchem Einfatz verfehen, jede für fich durch Schieber abgefchloffen und mit dem Schornftein in Verbindung gefetzt. Durch den, ganz allmälig den frifchen Einfatz paffirenden, vom Schornftein angefogenen, warmen Luftftrom werden

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