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Dr. Exner.
Zapfen mit verfchiedenen Schultern herzuftellen find, fo läfst fich diefs mit Combinationen von Circularfägen nicht mehr erreichen; die Fraismafchinen dagegen erfüllen diefe Aufgabe in vollkommener Weife.
In der Ausstellung waren viele Mafchinen zu fehen, welche die Zapfen mittelft Fraifen ausarbeiten. Namentlich bei combinirten Mafchinen trat diefer Mechanismus häufig auf, doch auch mehrere blos zum Zapfenfraifen eingerichtete Mafchinen waren vorhanden.
Eine vorzügliche Mafchine diefer Art ift die von Allen Ranfome gebaute in den Fig. 20 und 21 in zwei Aufriffen dargestellte.
Fig. 20.
Holz bis zu 6 Zoll Dicke und 18 Zoll Breite wird durch diefe Mafchine bei einem einzigen Durchgange durch die Mafchine mit einem oder mehreren Zapfen ausgeftattet. Die Frais- Kopfwellen find aus weichkernigem Gufsftahl hergeftellt und laufen mit grofser Gefchwindigkeit in felbftfchmierenden Lagern. Die horizontalen Wellen können gehoben und gefenkt und von einander mehr oder weniger entfernt gehalten werden, fowie der horizontal rotirende Fraiskopf an der fenkrecht ftehenden Welle ausgewechfelt werden kann, um dem verfchiedenartigften Bedarfe zu genügen.
Der Tifch ift fehr ftark conftruirt und läuft mit dem von ihm getragenen Holz mittelft abgedrehter exacter Laufrollen auf planirten Führungen. Die Befeftigungen des Holzes find ficher und doch leicht lösbar. Das Gewicht der Mafchine beträgt 1200 Kilo, fie erfordert zwei Pferde und koftet loco Chelſea 100 Pfund Sterling.
Aehnliche Mafchinen bauen Worffam; Richards, London und Kelley; John Mc. Dowall& Sons; Robinfon& Son; Arbey u. f. w.
Bei der eben befchriebenen Mafchine von Ranfome liegen die obere und untere Fraife auf horizontalen Wellen; diefe Wellen find demnach parallel zur Holzfafer und die Mefferfchneide befchreibt eine Cylinderfläche, die von der Ebene der Fafern tangirt wird Die Wirkung der Schneide ift alfo ähnlich wie die bei der Tangential- Hobelmafchine, nur mit dem Unterfchiede, dafs bei letzterer die Achfe des Rotationscylinders in der Regel fenkrecht zur Fafer, bei erfterer parallel zu derfelben liegt. Um die Arbeit des Schneidens zu begünftigen, ftellt man die Klinge fchief zur Achfe, damit die Schneide der Fafer unter einem mäfsigen