Holzbearbeitungsmafchinen.
35 fpitzen Winkel begegnet.* Arbey bringt dabei feine fchraubenflächigen Meffer, von deffen Hobelmafchine her vortheilhaft bekannt, an, und hier ift ihre Wirkfamkeit ganz befonders gut. Die helicoidalen Schneidmeffer an Fraifewellen für Zapfenmafchinen halten wir für einen wichtigen technifchen Fortfchritt. Die Zapfen erhalten eine fehr vollkommene glatte Oberfläche und können beliebig breit und lang fein, ohne dafs diefs die geringfte Schwierigkeit macht.
Fig. 21.
A RANSOME& CL CHELSEA, SW
Wird nur ein Zapfen erzeugt, fo kann man die linke und rechte Seiten fläche des Zapfens auf diefe eben angedeutete, der Tangential- Hobelmaschine ähnliche Art erzeugen. Hat man aber zwei oder mehrere Zapfen herzuftellen, fo mufs man Fraifen anwenden, deren Achfen fenkrecht zur Fafer ftehen. Die Schneide der Fraife arbeitet dann wie bei der in unferen Abbildungen 20 und 21 angedeuteten mittleren Fraife auf lothrechter Welle über Hirn; die einzelnen Spähne werden von der Länge der Fafer quer abgefchnitten.
Bei Zapfenfrais- und Nuthmafchinen, wo man eben zwei oder mehrere Zapfen regelmäfsig herzuftellen hat, wie bei Holzbearbeitungs Maſchinen für den Eifenbahn- Waggonbau, bei Werkzeug- Fabriken und dergleichen Anftalten, zieht man es häufig vor, alle Fraifen an eine Achfe zu legen und in der zuletzt angedeuteten Weife über Hirn wirken zu laffen. Allerdings ift der Kraftverbrauch bei der Bearbeitung über Hirn ein höherer, aber die Adjuftirung auf einer Welle ift eine einfachere. Man trifft dabei auch die Anordnung fo, dafs das Holz feft liegt und die Fraifewelle an der Hirnfläche, in diefelbe mittelft der Fraifen eingreifend, vorbeiwandert. Die Fabriken von Arbey, Ranfome, Robinfon und Mc. Dowall, ganz befonders aber amerikanifche Etabliffements haben diefe Mafchine fehr ausgebildet; bei der Werkzeug- Fabrication hat fie Weifs in Wien mit beftem Erfolge angewendet.
Die Herftellung von Nuthen und Zapfen wird auch mittelft fchiefftehender Circularfägen erzielt, fo zwar, dafs durch die Säge nach Mafsgabe ihres Schiefftellung verfchieden breite Nuthen oder Zapfenzwifchenräume durch Verwandlung der betreffenden Holztheile in Spähne erzeugt werden. Es ift diefs eine fehr viel Kraft abforbirende Procedur und daher nur in einem fpäter zu erwähnenden Falle zuläffig.
* Diefe fchiefe Stellung der Mefferfchneiden zur Holzfafer hat Topham bei kleinen Hobelmafchinen angewandt.