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Maschinen zur Bearbeitung der Metalle : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Carl Pfaff
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Carl Pfaff.

begleiten die Schneckengänge in ihrer Richtung, aber mit kleinerer Gefchwin­digkeit. Diefes partielle Begleiten kann natürlich nur von Vortheil fein.

Sellers hat die Zahnftangenzähne nicht normal zur Bewegungsrichtung aufgefetzt, fondern ihnen eine Neigung gegen dieselbe gegeben, damit die Compo­nente aus dem Vorfchiebungsdrucke und der Reibung der Schneckenzähne gegen die der Zahnftange möglichft in die Bewegungsrichtung falle und kein feitlicher Druck auf den Tifch und feine Führungen ausgeübt werde. Zur Ermittlung diefer Neigung wurden zahlreiche Verfuche angeftellt und der Erfolg ſpricht in der That für die Richtigkeit diefes Arrangements.

Wie uns Figur 15 ferner zeigt, ift die Schnecke unterhalb von einem Gehäufe umgeben, welches fie vor Schmutz und Staub fchützt und das Oel auf­nimmt, das aus den Lagern überfliefst, diefes genügt vollkommen, um die Schnecke hinreichend zu ölen und es foll durchaus nicht etwa das Gehäuſe in der Art als Oelrefervoir dienen, dafs die Schnecke darin getaucht ift. Diefs wäre nicht allein unnöthig, fondern auch geradezu nachtheilig, indem das Oel durch Centrifugalkraft weit herumgefchleudert werden würde.

Der axiale Druck auf die Schneckenwelle wird einerfeits durch einen nachftellbaren Stahlzapfen, andererfeits durch gehärtete Ringe aufgenommen. Zwifchen den Ständern ift das Bett durch eine ftarke kaftenförmige Verbindung fehr verfteift.

Der Tifch läuft beiderfeits in V förmigen Bahnen, die fteiler und fchmäler find, als es unferen hiefigen Gewohnheiten entſpricht.

Indem wir, was Form und Anordnung der Theile im Allgemeinen betrifft, nochmals auf die Figuren 12 und 13 verweifen, gehen wir zur fpeciellen Befchreibung des Suports über, worin uns die Figuren 16, 17 und 18, Taf. III, unterſtützen follen. Der Suport befitzt alle Functionen, die wir bei einem folchen zu finden gewohnt find, und unterfcheidet fich von den allgemein üblichen durch die Art, wie er gehoben und gefenkt, d. h. vertical gefteuert wird und durch feine Vor­richtung, den Meifsel beim Rückgang von dem Arbeitsftück abzuheben. Auch finden wir anftatt der beigelegten und durch Schrauben ftellbaren Anzugleiften Keile angewandt.

Abweichend vom allgemeinen Gebrauche ift auch noch die Befeftigung des Suportmitteltheiles auf der erften Platte. Während bei den gewöhnlichen Maſchinen die kreisförmige Nuth, welche dem Suport Verdrehung geftattet, meift fchwalbenfchwanzförmig oder T- förmig ausgedreht ift, und den Schrauben­köpfen, welche etwa von rückwärts durch eine Oeffnung eingeführt werden, beiderfeits Anlage gewähren, find hier fegmentförmige Platten mit Hilfe eines Schlitzes von vornen eingelegt, haben Muttergewinde für je zwei Schrauben und liegen nur an einer unter fich ausgedrehten Kante an, während ihre gegenüber­liegende Seite durch Anlage am Suportmitteltheil gehalten und am Kippen gehindert wird. Die Schraubenmittel liegen möglichft nahe an der äufseren klemmenden Kante. Der Suportmitteltheil ift fehr kurz, während der auf ihm verfchiebbare Obertheil zu grofser Länge ausgebildet ift. Auf letzterem ift der Mefferträger befeftigt, der eine mäfsige Verdrehung zuläfst, und wie gewöhnlich mit einer Klappe verfehen ift, welche die Hebung des Stahles oder Meffers beim Rück­gange auch ohne befondere Vorrichtung geftattet.

Die Schraubenfpindel, welche den Suporto bertheil vertical oder im Winkel verftellt oder fteuert, ift im Obertheile gelagert, jedoch fo, dafs fie durch Anziehen der Mutter, die fich gegen die Nabe der Handkurbel ftemmt, nach Belieben feftgeftellt werden kann. Ihr Muttergewinde hat fie in dem kleinen Schrägrade, welches im Suportmitteltheil gelagert und durch ein glatt ausge­bohrtes Führungsftück am Platze gehalten ift.

Wenn die Schraubenfpindel nicht durch Anziehen feftgeftellt ist und von der Hand gedreht wird, fo dient genanntes Schrägrad als fefte Mutter, da es fich durch die mit ihm weiter im Zufammenhange ftehenden Organe am Drehen