Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
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dann unterbrochen, worauf beide Riemengabeln ebenfalls verfchloffen, das heifst an jeder Bewegung gehindert find, welche fie aus fich felbft oder vom Riemen her machen möchten.
redend.
Die Vortheile diefer aufserordentlich netten Anordnung find felbft
Hier dürfen wir noch auf die Conftruction der Antriebsriemenfcheiben felbft aufmerkfam machen, welche überraschend leicht und elegant find.
Obwohl diefs nicht ganz fpeciell zu unferer Aufgabe gehört, können wir nicht umhin, daran zu erinnern, dafs Sellers' ein fehr fchön und eingehend ausgearbeitetes Syftem von Riemenfcheiben, Kuppelungen, Lagern etc. zur Schau ftellte, worüber wir in einem Anhange Bericht erftatten und dadurch wieder auf die Riemenfcheiben zurückkommen werden.
Zum Antriebe der Mafchine wird ein Deckenvorgelege gebraucht, welches eine kleine und eine grofse Riemenfcheibe neben der Feft- und Losfcheibe befitzt. Von der kleinen Scheibe geht der gekreuzte Riemen herab und treibt die Mafchine vorwärts, von der grofsen kommt der offene und bewirkt den Rückgang. Da die Durchmeffer diefer Scheiben fich wie I: 2 verhalten, erfolgt der Rückgang des Tifches mit der doppelten Gefchwindigkeit des Schnittganges. Das Deckenvorgelege hat einen ganz beftimmten Platz, indem es fo geftellt werden mufs, dafs die Riemen richtig in die Augen der Riemenführer treffen.
Die Nothwendigkeit zweier Riemen und des Deckenvorgeleges, der ganz beftimmt gegebene Platz für das letztere und die befchränkte Befchleunigung des Rückganges find wohl nicht als Vortheile des Syftemes zu nennen. Von der Achfe der Antriebsfcheiben wird die Bewegung auf die fchräg liegende Schneckenwelle durch ein paar Kegelräder übertragen, die durch ein Gehäufe gedeckt find. Das Ueberfetzungsverhältnifs ift fo gewählt, dafs die Antriebsfcheiben eine grofse Tourenzahl erhalten und nur fchmale einfache Riemen erforderlich find. In unferem Falle hat das kleine Rad 16, das grofse 55 Zähne und die viergängige Schnecke 164 Millimeter Steigung in der Schneckenachfe gemeffen.
Der Winkel, welchen die Schneckenachfe mit der Bewegungsrichtung der Zahnftange und des Tifches einfchliefst, beträgt 262°. Es kommt nun von der Steigung der Schnecke s nur ein Theil e zur Wirkung auf den Tifch, und zwar ift es cos a. Aus Figur 15 ift die Lage der Schnecke zu erfehen und wird bei Betrachtung diefer Figur fogleich erfichtlich, dafs hier keine reine Schnecke vorhanden. Damit diefs der Fall wäre, müfste die Achfe derfelben parallel znr Bewegungsrichtung liegen. Dann würden die Schneckengänge an den Zähnen der Zahnftange vorbeigleiten, indem fie diefelbe gleichzeitig verfchieben. Nun liegt aber unfere Schneckenachfe in einem Winkel zur Mittellinie der Zahnftange. Denken wir uns diefen gleich 90°, fo ift klar, dafs wir dann ein Stirnradgetriebe hätten, deffen Zähne fich an denen der Zahnftange abwälzen, ohne die mindeſte feitliche Bewegung gegen diefelben zu machen.
Schon bei einer ganz kleinen Verfchiebung der Achfe aus dem rechten Winkel wird aber eine proportionale feitliche Gleitung der Getriebszähne zu der Wälzung hinzutreten und die Eigenfchaften der Schnecke werden fich mit denen des Getriebes combiniren. Diefs wird in allen Lagen der Achfe der Fall fein, welche innerhalb des rechten Winkels, alfo zwifchen dem reinen Stirnradgetriebe und der reinen Schnecke gedacht werden können, wobei immer die vorherrschenden Eigenfchaften von demjenigen Organe entlehnt fein werden, deffen Lage fich die Achfe am meiften nähert.
In unferem Falle wurde fich der Schnecke genähert, und wenn wir die Wirkungsweife verfolgen, fo fehen wir, dafs irgend ein Punkt der Zahnftange bei feinem Vorfchreiten allmälig in die Schnecke feitlich eintritt, diefelbe überfchreitet und fie wieder verläfst, mit anderen Worten: die Zahnftangenzähne