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Carl Pfaff.
das gewöhnlich bei Maſchinen angewandte Mafs hinabgehen, welches aber deffen ungeachtet feiner Aufgabe vollkommen gewachſen ift.
ho Der Hub der Steuerftange ift in weiten Grenzen variabel, der Radius des Zahnfegments grofs, das Getriebe zur Uebertragung endlich klein, fo dafs die verfchiedenartigften Vorfchübe angewendet und die fchwächften, fowie die breiteften Schnitte mit Sicherheit genommen werden können. Mögen nun auch die eben befchriebenen Organe das Ihrige hierzu beitragen, die Hauptbedingung wird dadurch erfüllt, dafs die Steuerfcheibe gezwungen ift, bei jedem Wechfel eine volle halbe Umdrehung zu machen.
Wir geben die höchft intereffanten Details des Steuerungsmechanismus in den Figuren 20( äufsere Anficht), 21( Mitnehmerfcheibe von aufsen), 22( Schnitt und Anficht nach weggedachter Mitnehmerfcheibe), 23( Querfchnitt) und 24 ( Steuerfcheibe). Taf. III.
Schon früher wurde darauf hingewiefen, dafs die Steuerung des Suports durchaus nichts mit der Riemenführung zu thun hat. Sie wird vielmehr durch die erften Bewegungen der Mafchine in Gang gefetzt, und zwar, da diefs von der Welle der Riemenfcheiben aus gefchieht, fehr rafch.
Wir fehen in Figur 23 das Ende genannter Welle mit einem kleinen Getriebe verfehen. Letzteres greift in eine gezahnte Scheibe und treibt diefe, welche auf der Spindel der Steuerfcheibe lofe fitzt, fortwährend, und zwar je nachdem der Tifch vorwärts oder rückwärts geht, nach links oder nach rechts. Die gezahnte Scheibe hat einen innen aufgefchraubten Kranz mit feichten Zähnen, welcher hinter fich eine kreisförmige Nuth läfst Ein federnder, an einer Stelle aufgefchnittener Ring findet darin feinen Platz und liegt mit mässiger Reibung gegen die gezahnte Scheibe an. Dicht vor diefer fitzt der Mitnehmer feft auf der Spindel der Steuerfcheibe. Er trägt in feinem Ausfchnitt einen Sperrkegel, welcher um einen Zapfen drehbar und kreuzförmig gebildet ift. Am Ende des längeren Theiles hat er einen Stift, welcher in den Spalt des federnden Ringes eingreift. Erfolgt eine Drehung der gezahnten Scheibe, fo nimmt fie den federnden Ring durch fchwache Reibung mit und diefer das lange Ende des Sperrkegels. Der Mitnehmer fteht aber noch ftill. Der Sperrkegel wird fomit um feinen Zapfen gedreht und eines feiner kurzen Enden kommt zum Eingriff in den feichten Zahnkranz, der feinerfeits mit der gezahnten Scheibe umläuft. Nun ift auch der Mitnehmer zum Mitgehen gezwungen, und zwar fo lange, bis der Sperrkegel wieder ausgelöft wird. Diefs gefchieht fowohl rechts als links durch Anfchläge, an welche das lange fteuernde Ende ftöfst. Der federnde Ring mufs fich gegen die gezahnte Scheibe etwas verfchieben und der Sperrkegel kommt wieder in die normale Lage. Gleichzeitig kommt eine feft auf dem Mitnehmer fitzende Knagge zum Anfchlag und verhindert fowohl eine weitere Dre hung, als auch eine Bewegung des Sperrkegels. Die gezahnte Scheibe geht nun mit der ganzen Mafchine allein weiter, bis der Wechfel eintritt. Auch die gezahnte Scheibe wechfelt ihre Richtung und das Spiel beginnt von Neuem, eine halbe Umdrehung der Steuerfcheibe wird im entgegengefetzten Sinne gemacht. Damit aber, fei es durch das Gewicht der Steuerungstheile, fei es durch Rückwirkung vom Suport aus, der Mechanismus nicht zurückbewegt werden kann. find an beiden Seiten Sperrhaken angebracht, die durch kleine Federn angedrückt werden. Der eingelöfte Sperrkegel fteht mit feinem fteuernden Ende wenig vor der Mitnehmerfcheibe vor und fährt leicht ein. Ihm folgt auf dem Fufse eine feftgefchraubte Knagge, welche von dem Sperrhaken erfafst und feftgehalten wird. Bewegt fich beim Wechfel das fteuernde Ende des Sperrkegels unter dem Einflusse des federnden Ringes, fo gleitet es an der fchiefen Ebene des Sperrhakens entlang und öffnet diefen, bevor noch die Mitnehmerfcheibe in Gang kommt. Die ganze Einrichtung arbeitet ungemein ficher und faft geräuſchlos, nur ein leifes Tactfchlagen verräth dem Ohr ihr Wirken. Die bei Sellers