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Maschinen zur Bearbeitung der Metalle : (Gruppe XIII, Section 2) ; Bericht / von Carl Pfaff
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Carl Pfaff.

durch Reibung wirkt. Auf dem Zapfen für die erfte Uebertragung fitzt neben den erforderlichen Rädern eine gufseiferne Scheibe mit fchmalem, eben abgedrehtem Kranz und empfängt ihre Drehung von der Drehbanksfpindel im Verhältnifs der aufgefteckten Räder. Sie foll nun ihre Bewegung an eine weiter unten gelagerte gleiche Scheibe übertragen, jedoch nicht conftant, wie fie diefelbe vom Spindel­ftocke empfängt, fondern vermehrt oder vermindert, fo daís eine gröfsere oder kleinere Vorrückung des Suports erzielt wird.

Sie thut diefs mit Hilfe zweier fchwach konifch abgedrehter Scheiben, die fich um den Zapfen eines ftellbaren Winkelhebels drehen und die Kränze der erftgenannten beiden Scheiben mit Druck zwifchen fich fassen. Der Druck wird durch eine anziehbare Schraube und eine Feder regulirt, welche auf kugelför­mige Lager drücken, um den beiden Uebertragungsfcheiben ein vollkommenes Anfchmiegen an die Kränze der treibenden Scheibe und der getriebenen zu geftatten. Die fchwach konifche Form der Uebertragungsfcheiben ift nöthig, damit nur an einer Stelle Berührung und kein weiteres Schleifen der Scheiben unter fich erfolgt. Sie bringt es mit ich, dafs die Uebertragungsfcheiben nur in ihrer mittleren Stellung parallel zu einander, in allen anderen aber etwas geneigt ftehen.

Die Wirkung des Apparates ift nach dem Gefagten von felbft klar. Wenn der Winkelhebel, um deffen Zapfen fich die Uebertragungsfcheiben drehen, mit Hilfe feiner Stellfpindel höher oder tiefer gefchraubt wird, ändern fich die Radien der Angriffsftellen, und mit ihnen die Gefchwindigkeit, welche auf die Schneckenwelle übertragen wird.

Wie es die Einrichtung des Spindelftockes ermöglichte, die paffendfte Umdrehungsgefchwindigkeit für das Arbeitsftück anzuwenden, fo geftattet auch diefe Vorrichtung die vortheilhaftefte Vorfchubgefchwindigkeit für den Stahl. Die Schneckenwelle läuft nahe der unteren, vorderen Kante am Bette entlang. Sie wird durch die vordere tief herabgehende Wand des Suportfchlit tens ein Stück weit bedeckt und trägt an diefer Stelle eine verfchiebbare Doppel­fchnecke mit rechtem und linkem Gewinde. Das mitnehmende Lager diefer Schnecke ift in einem Schlitze der Wand mittels durchgehenden anziehbaren Handgriffes verftellbar, fo dafs entweder gar kein Eingriff in das Schneckenrad, oder der des linken oder rechten Gewindes herbeigeführt werden kann.

Um diefs mit einem einzigen Schneckenrade zu ermöglichen, wurden die Zähne desfelben auf einer Seite mit der Neigung für die rechte, auf der anderen mit der für die linke Schnecke verfehen, fo dafs fie an der gegen das Bett zuge­kehrten Seite fehr stark find und nach vornen fpitz zulaufen.

Die Aus- und Einrückung der Schnecken geht fehr leicht und ficher vor fich und das ganze originelle Arrangement entſpricht dem Zwecke auf das Voll­kommenfte. Das Schneckenrad fitzt feft auf einer hohlen Spindel, welche horizontal in der vorderen Wand des Suportfchlittens( Fig. 29, 30) gelagert ift und vor der­felben eine feft aufgekeilte konifche Bremsfcheibe trägt. Gegen diefe kann durch Umdrehung des Handrades mit Gewinde ein konifch ausgedrehtes, lofe aufge­ftecktes Zahnrad mit voller Scheibe angeprefst und fohin verkuppelt werden, welches in das kleine Getriebe im Inneren des Suportfchlittens eingreift. Hier treffen wir wieder das Detail vom Hobelmafchinen- Suport Das Getriebe ift nämlich zugleich Mutter für die Suportfpindel, welche feftgeftellt wird, wenn die felbftthätige Steuerung wirken foll.

Mit den befchriebenen Organen wird die Steuerung des Suports recht­winklicht zum Bette, die Planfteuerung bewirkt.

Parallel zum Bette wird der Suport durch folgende Beftandtheile bewegt: Am Bette felbft ift eine nach unten gekehrte Zahnftange angegoffen. In diefe greift ein kleines Getriebe, deffen Achfe mit einem gröfseren Ueberfetzungsrade verfehen ift, welches feinerfeits mit einem Getriebe in Eingriff ſteht, das fich auf der oben genannten hohlen Spindel lofe und verfchiebbar befindet. Es iſt