Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
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An den im Stofse ebenfalls durch Schraubenfpindel verftellbaren Zapfen ift ein Hebel mit Gegengewicht angehangen, deffen Wirkung die Schwere der zu balancirenden Theile übertrifft, fo das ganze Syftem in einfeitiger Spannung erhält und Stöfse durch todten Gang etc. verhindert. Der Tifch hat die bekannten Längs-, Quer- und Kreisbewegungen, feine Auffpannplatte ift auf das Untertheil nur platt aufgelegt und mittels centralen Bolzens gehalten. Ihre Auffpannfchlitze find durch Querrippen ftellenweife unterbrochen, wodurch grofse Steifigkeit erzielt wird. Die Schnecke und das Schneckenrad zur Kreisbewegung liegen im Inneren.
Zur Steuerung ift eine horizontale Schraubenfpindel von rückwärts her im Inneren und parallel zu diefer eine genuthete Welle aufserhalb des Ständers angebracht. Das Schaltrad befindet fich auf letzterer. Die Schraubenfpindel wird bewegt, wenn auf ihr vorftehendes Viereck ein paffendes Getriebe aufgefteckt wird, ebenfo ift das Getriebe für die Quer- und Kreisbewegung auf den bezüg lichen Spindeln zu wechfeln oder ganz abzuziehen. Am vorderen Ende der Mafchine befindet fich keinerlei Steuerungsmechanismus Der Arbeiter fteht vielmehr feitwärts, etwas nach rückwärts zu und kann von da aus am beften auf den Stahl und die etwa vorgeriffenen Linien fehen. Durch eine Winkelradüberfetzung ist auch die Bewegung der inneren Schraubenfpindel von Hand in feinen Bereich gebracht, fo dafs er fchnell und bequem arbeiten kann.
Im Untertheile des Ständers ift ein Werkzeugkaften angebracht.
Die Form diefer Mafchine ift elegant und angenehm, die Stärkenverhältniffe ftehen hinter denen unferer continentalen und englifchen Maſchinen gleicher Capacität zurück.
Als Vorzüge müffen die Anordnung der Steuerung und des Gegengewichtes hervorgehoben werden. Die verftellbare Geradführung und die excentrifche Lage der Kurbelfcheibe können als geiftreiche Neuerungen gelten, die aber nicht abfolut nöthig find.
Wir vermiffen auch ein Schwungrad, deffen Wegbleiben allerdings in den fchwächeren Dimenfionen einige Rechtfertigung findet, und glauben, dafs der Auffpanntifch leicht kippen wird
Bohrerfchleif- Apparat.
Ein wunderhübfcher kleiner Apparat, um Spitzbohrer zu fchleifen, zog die Aufmerkſamkeit der Sachverständigen in hohem Grade an. Wir bringen ihn in Figur 33, Taf. VI, zur Anfchauung.
Auf einer feftftehenden Achfe find drei Riemenfcheiben angebracht, wovon die äufserfte( erfte) als Losfcheibe dient. Die zweite ift mit der dritten, gröfseren feft verbunden und nimmt fie in ihrer Umdrehung mit. Diefe Scheiben follen 500 Umdrehungen per Minute machen.
Aufser den Riemenfcheiben ift noch ein beweglicher Arm auf die fefte Achfe aufgefteckt, der durch eine Schraube herab, durch eine Feder hinaufgedrückt wird, fohin im Bogen verftellbar ift. Diefer Arm erweitert fich am vorderen Ende zu einem Gehäufe mit zwei kleinen Lagern. Die Futter derfelben find äufserlich konifch, aufgefchlitzt und in der Längenrichtung anziehbar. Eine kleine Achfe ift darin gelagert und kann mit Hilfe des Handhebelchens feitlich verfchoben werden. Zwifchen den Lagern trägt die kleine Achfe eine Schnur. rolle mit Nuth für eben genanntes Handhebelchen, in dem äufseren erweiterten Theile des Gehäufes eine Smirgelfcheibe.
In dem feften Geftelle ift nach abwärts eine fchräg ftehende genuthete Stange befeftigt, an welcher ein Arm auf- oder abwärts verftellt werden kann. Diefer hat in feinem vortretenden Ende eine gut eingepafste drehbare Büchfe mit gezahntem Rande, in welchem diametral gegenüber Löcher für einen federn