Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
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Tifchen verfehen, welche zum Auffpannen der Arbeitsftücke in die gewünſchte Lage gebracht werden können, während der Arbeit aber feftftehen. Das Werkzeug hat befchleunigten Rückgang durch die unferes Wiffens zuerft von unferen Ausftellern angewandten Schleifhebel. Die Steuerungsbewegung ift direct von dem Ueberfetzungsrade abgeleitet, welches eine angegoffene Nuth mit herzförmigem Verlauf hat, in welcher der Zapfen eines Hebels geht, der fich mit dem Werkzeugträger auf einer genutheten Welle verfchiebt. Von diefer Welle wird die Bewegung am Ende der Mafchine auf die gewöhnlichen Steuerungsorgane übertragen. Der Suport ift mit Wurmradfegment zum Hohlhobeln verfehen. Mitten im Bett ift die gewöhnliche Vorrichtung zum Rundhobeln angebracht. Schon die ungewöhnlich ftarken Auflagplatten der Tifche zeigen, dafs man fich einmal bemühte, dem Federn bei tiefer Stellung der Tifche zu begegnen. Die Verftärkung der Platten allein fcheint aber nicht entfprochen zu haben und es kam, vermuthlich noch fpäter, die gehobelte Schiene unten an den Füfsen hinzu, welche als weitere Stütze dient. Wir können fie nur als Nothbehelf gelten laffen, und meinen, es wäre fchöner und beffer gewefen, das Bett der Mafchine vorn tiefer herabzuführen und dann fchwächere Auflagplatten für die Tifche anzuwenden.
Doppelte Langloch- Bohrmaſchine.
Eine doppelte Langloch- Bohrmaschine für Locomotivbeftandtheile berechnet, war ganz in der Form ausgeftellt, in welcher diefe fchöne Mafchine zuerft von unferer Firma eingeführt wurde, welche die Patente Furnival's erwarb. Neuerungen an diefer Mafchine anzubringen, wäre allerdings unnöthig gewefen, und wir verweifen für Jene, welchen fie weniger bekannt fein follte, auf Armengand Publications induftrielles und Clark ,, The exhibited Machinery of 1862".
Ebenfo wollen wir uns bei den Schraubenfchneidmafchinen nicht aufhalten, welche nach Sellers Mufter gebaut, uns aus Vorhergehendem bekannt find. Ebenfalls nach Sellers, aber mit wefentlichen Modificationen war eine Hobelmafchine mittlerer Gröfse ausgeftellt."
Hobelmafchine.
Diefe Mafchine befitzt den Antrieb durch Zahnftange und Schneckengetriebe mit fchräg liegender Achfe. Anftatt aber die Riemenfcheiben vorne an den Arbeiterftand zu legen, wurden diefelben, europäifchen Gewohnheiten mehr entfprechend, an das gegenüberliegende rückwärtige Ende des Bettes gebracht. Uebrigens find die Verhältniffe, Gefchwindigkeiten und die Riemenführung von Sellers beibehalten, und wir glauben nicht, dafs die Mafchine durch die Umlegung der Riemfcheiben fchlechter geworden. Die Steuerung der Suporte ift durch diefelben Anfchläge bewirkt, welche auch den Riemen verfchieben, erfolgt alfo durch den Tifch und kann fohin nicht die Variationen bieten, wie die pofitive von Sellers. Die Bewegung der Suporte in verticaler Richtung, fowie das Heben der Meifsel beim Rückgange gefchieht durch eine Schnur, welche aufserhalb um Rollen geht und mittels verftellbarer Anfchläge von der auf- und abgehenden Steuerftange bewegt wird.
Die Einrichtung, für einen Suportfkizzirt, ift aus Fig.53, Taf.XV zu entnehmen. Am Querfuport ift auf der Arbeitsfeite ein ziemlich weit ausladendes Lager ange. bracht, welches auf parallel zur Länge der Mafchine liegender Achfe eine grofse Rolle trägt, die mit einer gleichen ebenfo auf der entgegengefetzten Seite des Querfuports angebrachten correfpondirt. Die Achfe der vorderen Rolle hat auch noch einen Hebel, welcher durch die auf der Steuerftange fitzenden Anfchläge Bewegung empfängt. Ueber diefe Rollen ift eine runde lederne Schnur