Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle.
47 dienen aber auch dazu, um die fertigen Nieten aus den Matrizen zu entfernen und verrichten diefs, indem fie auf dem erwähnten fe ftehenden Excenter gleiten, welcher fie in jenen Matrizen vorfchiebt, welche die unterften Stellungen erreicht haben.
Am äufseren Ende haben die Matrizen vorfpringende Rände, zwifchen welche der Kopf des Stempels pafst.
Zwifchen dem Mafchinengeftell ift eine kleine Hebelfcheere angebracht, welche von der Stempelwelle durch einen doppelten Daumen bewegt wird, alfo zwei Schnitte auf einen Hub des Stempels macht. Das Eifen, welches immer um eine Kleinigkeit, in England z. B. um 1/64 Zoll fchwächer genommen wird, als die Niete werden foll, wird in einem nahe bei der Mafchine ftehenden Ofen bis zur Rothgluth erwärmt und dann unter Vorfchieben bis zu einem eingeftellten Anfchlag auf Länge abgefchnitten. Die Stücke fallen von der Scheere in die darunter angebrachte Rinne und werden fofort in die Matrizen gebracht. Die Scheere macht defshalb doppelt foviel Hübe als der Stempel, damit kein Zeitverluft zwifchen Abfchneiden und Einftecken der glühenden Stückchen entſteht. Um fowohl die Matrizen und den Stempel, als auch die Scheere vor zu rafcher Abnützung zu fchützen, wird während der Arbeit ein fchwacher Strom kalten Waffers durch zweckmäfsig angebrachte Röhrchen auf fie geleitet.
Aufser genannten Mafchinen hatten De Bergue& Co. auch noch eine Vorrichtung ausgeftellt, um die Nietenköpfe, welche manchmal mit Rändern von überflüffigem Materiale verfehen find, zu putzen, refp. diefe Ränder abzupreffen, indem die Nieten durch eine Matrize von der richtigen Weite gedrückt wurden.
H. Hind& Son. Nottingham.
Vorftehende, fowie die nächfte und leider die letzte der englifchen Firmen, welche in Metallbearbeitungsmafchinen ausgeftellt hatten, gehören nicht zu den hervorragenden in ihrem Fache, fondern begnügen fich damit, gute Marktwaare zu erzeugen, die denn auch nicht die hohen Preife beansprucht, welche von erften Firmen gefordert werden.
H. Hind& Son hatten mehrere Werkzeugsmafchinen ausgeftellt, welche eben den Charakter des allgemein gangbaren Mittelgutes darftellten und in deren Conftruction Originalität in keiner Weife angeftrebt war.
Wir wählen eine Drehbank, eine Horizontalbohrmaſchie und eine Wandbohrmaschine zur Befchreibung aus.
Spindelftöcke der felbftthätigen Drehbänke.
Bevor wir jedoch zu diefer felbft übergehen, möchte es uns geftattet fein, eine allgemeine Auseinanderfetzung über die verfchiedenen Conftructionen zu geben, welche bei den Spindelftöcken der felbftthätigen Drehbänke mittlerer Gröfse im Gebrauche find, indem wir hoffen, die nachfolgenden Befchreibungen dadurch wefentlich zu erleichtern.
Von der Spindel einer Drehbank wird verlangt, dafs fie fich in unverückbarer Lage um ihre geometrifche Achfe gleichmässig und leicht drehen laffe, und diefe Bedingungen trotz der unvermeidlichen Abnützung beim Gebrauch durch längere Zeit erfülle. Die Spindel wird in den verfchiedenften Richtungen in Anfpruch genommen. Die auf fie wirkenden Kräfte äufsern fich entweder in einem Drucke auf die Lager der Spindel, oder in einem folchen parallel mit der geometrifchen Achfe, meiftens aber gleichzeitig in beiden Richtungen. Die Lagerung der Spindel hat alfo folgenden Hauptbedingungen zu entſprechen: fefte