Strafsenfuhrwerke und andere Transportinittel.
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Um aber wenigftens annähernd die in wohlgefetzten Programmen und fogenannten fachmännifchen Gutachten den bedauernswerthenActionären in Ausficht geftellten Intereffen von den nominell engagirten Capitalien hereinzubringen, werden die ausnehmend hohen Preife der öfterreichiſch ungarifchen Eifen- und Stahlproducte auch in Hinkunft aufrecht erhalten werden müffen und können daher die davon abhängigen fehr zahlreichen Induftriezweige, fomit auch die Wagenfabrikanten auf eine Herabminderung der Erzeugungskoften, refpective auf die daraus refultirende Concurrenzfähigkeit mit dem Auslande keinesfalls rechnen.
Das gegenwärtig an der Tagesordnung ftehende, ganz anormale, weil nothgedrungene Ausgebot der Eifen- und Stahlproducte zu Spottpreifen bildet einen beforgnifserregenden Vorläufer von möglicherweife bevorstehenden Kataftrophen und ift mit ein Refultat von früheren Unterlaffungsfünden, fowie einer ungenügenden Berücksichtigung der allgemeinen Verhältniffe, durch deren vorhergegangene Nichtbeachtung die Haupt confumenten eben auch lahm gelegt worden find und nun auch zu den allerbilligften Preifen gar keine Käufer gefunden werden können. Nun wäre es aber vielleicht an der Zeit, genau abzuwägen, ob der innerhalb der Grenzen der Möglichkeit allenfalls gelegene Auffchwung der in Folge des troftlofen Zuftandes der öfterreichifchen Eifeninduftrie darniederliegenden, von der letzteren abhängigen Fabricationszweige dem öfterreichifch- ungarifchen Gemeinwefen gröfsere Vortheile bieten würde, als die ftets mit den gröfsten Opfern verbundene, fo häufig wiederkehrende Unterftützung einer Induftrie, woran die offenbaren Merkmale eines unheilbaren, überdiefs felbftverfchuldeten Siechthums mit jedem Tage deutlicher hervortreten?
Es kann in der That nicht geleugnet werden, dafs die während der Herrfchaft der gegenwärtigen Schutzzölle verfloffene Zeit von der ausländifchen Eifeninduftrie viel erfolgreicher als von unferer einheimifchen ausgenützt worden ift, und dafs diefe Superiorität ebenfo die Qualität als auch die aufserordentlich maffenhafte, weit über den Bedarf des eigenen Landes reichende exportfähige Production in fich begreift.
Nachdem alfo unter Vorausfetzungen die nicht in Erfüllung gingen, eine lange Zeit nutzlos verftrichen ift, fo wäre es vielleicht angezeigt, durch Aufhebung der Schutzölle auf Stahl und Eifen eine Menge von profperitätsfähigen öfterreichifchen Induftriezweigen von diefen drückenden Feffeln, fowie dafs grofse Publicum von der bis nun vollkommen zwecklos entrichteten Prämienzahlung zu befreien, ohne dadurch die in bewährten Händen einiger früheren Befitzer gegenwärtig noch verbleibenden Eifenwerke, welche auf gefunder Bafis gegründet find und rationell geleitet werden, irgendwie zu fchädigen.
Diefe Erleichterung, verbunden mit den feit langer Zeit beim Eifenbahn Transporte fehnlichft erwarteten Tarifermäfsigungen, würde unzweifelhaft einer grofsen Anzahl von früher in Oefterreich florirenden Induftriezweigen ein frifches Leben verleihen und die Steuerkraft des Landes nicht unerheblich ftärken.
Deutfches Reich. Die Parifer Weltausftellung wurde im Jahre 1867 von den norddeutfchen Bundesftaaten mit 4 Luxuswägen, und zwar aus Berlin befchickt, während Süd- Deufchland in diefem Induftriezweige gar nicht ver
treten war.
Die Wiener Weltausftellung hatte hingegen 40 Luxuswagen, I Schlitten und 28 Modelle von diverfen Poftwagen, deren fich die deutfche Reichspoft gegenwärtig bedient, oder die früher im Gebrauche ftanden, aufzuweifen.
Die bemerkenswerthen Luxusfuhrwerke waren von folgenden Wagenfabrikanten ausgeftellt: Louis Widerkehr in Colmar( Elfafs- Lothringen) ftellte zwei vorzüglich ausgeführte Wagen aus; der eine davon war ein zweifitziges, fchwarz lackirtes und gelb befchnittenes Coupé mit Refforts à pincettes, inwendig mit fchwerer, fchwarzer Seide und gelben Knöpfen ausgefchlagen, der zweite Wagen war ein braunlackirter, weifs befchnittener, mit lichtem drap