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Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
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Mathematifche und allgemeine phyfikalifche Inftrumente.

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durchaus in Centimeter und im erften Decimeter die einzelnen Centimeter abwechfelnd in Millimeter und halbe Millimeter getheilt. Die Arbeit an diefem Mafsftabe fowie an zwei Meterftäben aus Stahl, wovon einer durchaus in Milli­Endlich von meter getheilt war, verdient befonders hervorgehoben zu werden. der allbekannten Firma Breithaupt& Sohn in Kaffel ein Normal- Doppelmeter aus Stahl, durchaus in Centimeter, erfter und letzter Decimeter in Millimeter getheilt. Die Genauigkeit der Theilung war zu o'0002 der ganzen Länge ange­geben. Dann ein Normalmeter aus Meffing und verfilbert. Auf diefem waren zwei Theilungen aufgetragen; die eine entspricht bei o Grad Celfius einem richti­gen Meter, die andere etwas kürzere hat die richtige Länge von einem Meter bei Die Differenz beider Längen einer mittleren Temperatur von 20 Grad Celfius. beträgt o 4 Millimeter, ift aber keineswegs fehr unbedeutend und erfordert bei manchen Arbeiten des Technikers Beachtung. Auch bei diefem Normalmeter waren die erften Decimeter in Millimeter getheilt, und die Genauigkeit der Thei lung wurde zu o'0001 der ganzen Länge angegeben.

Zum Schluffe erwähnen wir noch der Mefsbänder von Stahl, welche in aner­kannt vorzüglicher Qualität Rafchke in Grofs- Glogau( Schlefien) verfertigt. Die Stahl­Sie find beftimmt die Mefsketten bei Terrainaufnahmen zu erfetzen. bänder werden entweder auf Holzkreuze gewickelt oder in Metallkapfeln nach Art der gewöhnlichen Bandmafse eingefchloffen. Die einzelnen Decimeter der Theilung find durch gebohrte mit Meffing vernietete Löcher markirt, die halben und ganzen Meter durch kleinere refpective gröfsere Meffingplatten kennt­lich, die an den 5- und 10- Meterftellen grofse erhabene Zahlen tragen. Diefe Bandmafse find bei den Geometern bereits vielfach in Gebrauch.

Der

In Frankreich haben wir zu nennen: Dumoulin Froment in Paris; diefer brachte einen Meter à bout aus Stahl, richtig bei o Grad Celfius. Ausdehungscoëfficient o'00001081 war auf dem Etalon eingravirt. Die Endflächen, welche die Länge des Meters zwifchen fich faffen, reichen nur in die halbe Breite des Stabes und durch zwei kurze feine, der Länge des Stabes parallele Striche, an denfelben find die Stellen bezeichnet, die um einen Meter abftehen. anderen Hälfte der Breite fpringt der Stab zu beiden Seiten etwas vor, zum beffe­ren Schutze der Endflächen.

In der

Ein zweiter Meter à traits aus Stahl war durchaus in Millimeter getheilt und ein Meter à bout aus Platiniridium zeigte die von der Metercommiffion adop­tirte neue Form diefes Urmafses. Der Querfchnitt hat beiläufig die Form des griechifchen x. Dafs die Ausführung eine durchaus exacte und elegante ift, ver­fteht fich bei Erzeugniffen, die aus diefem Atelier ftammen, von felbft.

Jacquement Verget in St. Claude ftellte aufser gewöhnlicheren Mafsftäben verfchiedenfter Art und Feinheit einen Mafsvergleicher aus. Auf einem Meffingcylinder, der um eine horizontale Achfe gedreht werden kann, find parallel der Achfe die gebräuchlichften Längenmafse fammt ihren Unterabthei­lungen eingravirt. An den beiden Lagern der Drehachfe ift, mit der Schneide möglichft nahe der Mantelfläche des Cylinders geftellt, eine Metallfchiene mit metriſcher Theilung befeftigt. Durch Drehung des Cylinders kann man jedes Längenmafs unter den Meterftab bringen und mit diefem vergleichen. Die Spiegel­bilder an den polirten Flächen geftatten ein fehr genaues Ablefen.

Barbier in Paris erzeugt fchöne Mafsftäbe aus Holz, gewöhnliche wie auch feinere Zeichen- Mafsftäbe und Bandmafse; defsgleichen Lelièvre in Paris. Ganz befonders müffen aber deffen Zeichen- Mafsftäbe aus Bein hervorgehoben werden, die durch Ausführung und Dimenfionen alle anderen Artikel diefer Gattung übertrafen.

Die Société Genevoife befitzt eine Theilmafchine, auf deren Con­ftruction alle erdenkliche Sorgfalt verwendet wurde. Sie wird automatifch bewegt und während der Theilung können die aus Temperaturänderungen entſpringenden Ungleichförmigkeiten compenfirt werden. Die Fehler der Schraube find genau