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Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
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1,

Geodätifche Inftrumente.

Fig. 12.

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Italien hatte für dieie Gattung Inftrumente zwei gleiche Exemplare aus­geftellt, und zwar durch das unter Leitung des Profeffors Golfarelli Innocenzo ftehende Inftitut: Officina Gallileo in Florenz, und durch Pelli Ludwig & Comp. ebendafelbft.

Das Lineal trägt eine Millimetertheilung. Der Ständer des Fernrohres endet unten kreisförmig und trägt auf diefer Platte eine Libelle fenkrecht zur Kante des Lineales. Um diefe Libelle zum Einfpielen bringen, alfo die mit ihr parallele, horizontale Drehachfe horizontal ftellen zu können, ift hier folgende Einrichtung getroffen: Am unteren Theile des Ständers ift eine horizontale Dreh­achfe( parallel zur Kante des Lineales), welche in zwei am Lineale aufgebauten Ständern ihr Lager hat; auf der Seite gegen die Kante des Lineales ift zwifchen die Platte des Ständers und die obere Fläche des Lineales eine ftarke Feder ein­gefetzt, während diefer entgegengefetzt eine Schraube( unfere Elevationsfchraube) wirkt, um die Libelle zum Einfpielen bringen zu können.

Mit der horizontalen Drehachfe des Fernrohres ift ein Höhenkreis ver­bunden, welcher mittelft des Nonius bis auf eine Bogenminute abgelefen werden kann. Das Fernrohr trägt auch eine Libelle zum Nivelliren, beziehungsweise zum Meffen von Höhenwinkeln.

Das in der japanefifchen Abtheilung ausgeftellte Perfpectivlineal liefs zwar, die mechanifche Ausführung betreffend, Manches zu wünfchen übrig, hatte aber alle Theile einer Kippregel, welche nicht nur zur graphifchen Beftimmung der Horizontalwinkel, fondern auch zur Höhenbeftimmung der aufgenommenen Punkte dient.

Mefstifche.

Von diefer Gattung Inftrumente hatte nur Oefterreich und Japan ausgeftellt.