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Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
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Geodätifche Inftrumente.

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Deutfchland. Repetitions- Theodolith mit mikrofkopifcher Ablefung von Dennert und Pape. Die Theilung fowohl am Horizontal­als am Verticalkreife ift bis auf Sechstelgrade durchgeführt und kann mit Schrau­benmikrofkopen bis auf 10 Secunden gelefen werden. Horizontal- als Höhenkreis find repetirend eingerichtet. In der Fig. 13 ift ein Durchfchnitt des Untertheiles diefes Theodolithen dargeftellt; wir geben diefe Zeichnung defswegen, weil die genannte Firma in ihrer Conftruction ftatt des einen der beiden zur Repetition nöthigen Verticalzapfens eine horizontale Fläche anwendet. o ift der auf den drei Fufsfchrauben p ruhende Dreifuss, der auf feiner ebenen oberen Begrenzungs­fläche den horizontalen Ring g enthält, über welchem fich die Büchfe cum ihre Achfe e' dreht. Diefe horizontale Fläche von g vertritt demnach die verticale Umdrehungsachfe des Kreifes bei den fonft üblichen Conftructionen. Mit der Büchfe cift die Verticalachfe e und der Horizontalkreis a feft verfchraubt. Um e dreht fich die Büchfe A mit dem ganzen Obertheile des Inftrumentes. n ift der zum Aufheben der groben Horizontalbewegung des Kreifes nöthige Klemmring; für die Alhidade ift/ der Klemmring,/ die Klemmfchraube. kund k, find die bezüg­lichen Mikrometerfchrauben für die feinen Bewegungen im Azimuthe nach voll­zogener Klemmung. f ift die zum Schutze der Theilung angebrachte Verdeckung, an den Stellen unter den Achfen der Mikrofkope fenfterartig durchbrochen.

Fig. 13.

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Das von Dennert und Pape angewendete Ocular ift das von Kellner empfohlene orthoskopifche Ocular.

Es mag vielleicht die Anwendung der horizontalen Umdrehungsebene bei g ftatt der verticalen Umdrehungsachfe der mechanifchen Ausführung manche Erleichterung gewähren; wir können aber nicht zugeben, dafs hiedurch die Repetitionsbewegung genauer hergeftellt werden könne, als bei Anwendung von 2 Centralzapfen bei Repetitionstheodolithen. Es war diefes auch ficher nicht der Grund, warum man die Methode der Winkelmeffung aus Repetitionsbeobach­tungen verlaffen hat.

Aufser diefem Repetitionstheodolithen mit Mikrofkopablefung war von derfelben Firma noch ein zweiter mit Noniusablefung und centrifchem Fern­rohre ausgeftellt.