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Die Telegraphen-Apparate : (Gruppe 14, Section 2) ; Bericht / von Leander Ditscheiner
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Dr. Leander Ditfcheiner.

laffen es begreiflich erfcheinen, dafs die fogenannten Signalwerke für den häuslichen Gebrauch in ziemlich bedeutender Zahl vertreten waren. Von Oefterreichern nennen wir Sigfried Markus, C. A. Mayrhofer und F. Charterouffe in Wien, ferner von Ausländern Boulay& Comp. und E. Prudhomme& Vignier in Paris, Charles Devos in Saint- Joffe- ten- Noode bei Brüffel, Alexis Wery in Lüttich, Eduard Oliva in Udine, J. St. Batocchi in Verona, das Gewerbe Inftitut zu Liffabon u. m. A.

Von akuftifchen Telegraphen für ähnliche Zwecke wären zu nennen: A. J. Gerard in Lüttich und Kuntze in der norwegifchen Ausstellung.

Ein grofse Reihe von Eifenbahn- Telegraphenapparaten, wie Zug- Signal- und Zug- Controlapparate, Eifenbahn- Signalapparate und ihr Eifenbahn­Blockfignal- Syftem haben Siemens& Halske in Berlin und Siemens Bro­thers in London ausgeftellt.

Der Zug Signal apparat wird zur Benützung durch die Fahrenden im Innern der Eifenbahn- Waggons angebracht. Eine ftraffe Leine läuft an der Innen­feite der Decke jedes Waggons zwifchen zwei Leiften hin, welche jedoch mit Papier überklebt find. An einer Stelle in der Mitte jedes Coupés fehlen die Leiften, fo dafs man die Leine von der Seite her erfaffen kann. Gefchieht diefs und erfolgt dann ein kräftiger Ruck an der Leine, fo wird an beiden Enden des Waggons zugleich nicht nur je ein in horizontaler Lage arretirter Flügel mechanifch aus­gelöft und in aufrechte Stellung gebracht, fondern auch ein Ruheftrom unter­brochen und dadurch ein elektriſcher Wecker, mit Selbftunterbrechung ein­gefchaltet; der Ruheftrom geht durch die Windungen des Wecker- Elektromagnetes und dann nach einer Stellfchraube, an welche fich der Anker in feiner Ruhelage anlegt, fo dafs bei der Unterbrechung diefes Stromes der abfallende Anker einen anderen Schlufs der Batterie herftellt, in welchen der Anker felbft mit eingefchaltet ift.( Zetzfche a. a. O.)

Der Zug Controlapparat foll die Fahr- und Aufenthaltszeit der Eifenbahnzüge regiftriren. Zu diefem Zwecke ift ein fchwerer Körper beweglich aufgehängt, fo dafs er durch die Erfchütterungen während des Fahrens in Erzitte­rung verfetzt wird. Diefe theilt fich mechaniſch einem Stift- Schreibhebel mit, welcher durch diefelbe Zeichen in einen Papierftreifen eindrückt. Diefer Papier­ftreifen wird aber, bevor er durch eine richtiggehende Uhr an der Schreibfpitze vorübergeführt wird, erft mit einer Reihe von Führungslöchern verfehen und dann auf dem zugehörigen Papierftreifen- Numerirungsapparate mit den Stunden- und Minutenzahlen bedruckt. Die gröfsere Druckfcheibe diefes Apparates ift am Umfange, aufser mit den Stiften, welche in die Führungslöcher eingreifen, noch mit den Minutentypen 10, 20,.. 50 befetzt. An der Stelle, wo 60 ftehen würde, befindet fich ein Ausfchnitt für eine kleine Scheibe, welche auf ihrem Umfange die Stundentypen I, II, III... XII zeigt. Die kleinere Scheibe dreht fich bei jeder Umdrehung der gröfseren genau um ein Zwölftel und bietet dann der Streifen ftets die betreffenden Stundenziffern an der Stelle dar, wo an der gröfseren Scheibe 60 ftehen würde.( Zetzſche a. a. O.).

Die Wecker mit Selbftunterbrechung für Batterieftrom, mit oder ohne Selbftausfchaltung, werden entweder auf einer Stütze befeftigt oder auf den Tifch geftellt; zum Theil find fie in einem Mahagoni- Theilkaften einge­fchloffen, welcher fich ganz auseinander nehmen läfst. Die Holzfockel der Kaften diefer Wecker find fo gearbeitet und die Apparattheile darauf fo angeordnet, dafs ein Trocknen und Schwinden des Holzes auf die Stellung des Ankers und deffen Spiel keinen Einflufs nimmt. Es find nämlich die Schenkel des Elektro­magnetes an dem oberen Querftücke eines auf dem Sockel feftgefchraubten gufs­eifernen Rahmens mittelft zweier Schrauben befeftigt. Der vor den Polen des Elektromagnetes hängende plattenförmige Anker fchwingt um zwei im oberen Ende der feitlichen Ständer des Rahmens liegende Schraubenfpitzen. Die Abreifs­