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Dr. Leander Ditfcheiner.
der Lichtbogen von Neuem entzündet und in der ursprünglichen durch die Spannkraft der Abreifsfeder beftimmten Länge wieder herftellt. Bei Anwendung fogenannter Wechfelftröme, wie fie unter Umftänden von dynamo- elektrifchen Maſchinen hervorgebracht werden, arbeitet die Lampe und fpeciell der elektromagnetiſche Motor in gleicher Weife, nur mit dem Unterfchiede, dafs die Oscillationen des Ankers fchon an und für fich in Folge des fteten Wechfels der Pole im Elektromagnete, alfo auch ohne Beihilfe des Ausfchlufs contactes c. auftreten würden. Nur mufs, wenn der elektrifche Lichtbogen feine Lage im Raume längere Zeit beibehalten foll, das Verhältnifs der Gefchwindigkeiten, mit welchem fich die beiden Kohlenfpitzen bewegen, geändert werden, da bekanntlich bei gleichgerichteten Strömen die eine mit dem pofitiven Pole verbundene Kohle ungefähr doppelt fo rafch abläuft wie die andere, was bei Anwendung von Wechfelftrömen nicht der Fall ift. Dem entſprechend ift eine Einrichtung getroffen, dafs durch Drehen eines nach aufsen liegenden Kopfes die beiden an den Kohlenhältern befeftigten Zahnftangen zum Eingriffe in einen und denfelben Trieb oder in zwei verfchiedene auf gleicher Achfe fitzende Triebe, deren Durchmeffer fich verhalten wie 1: 2, gebracht werden können. Diefe Lampe zeichnet fich, abgefehen von ihrer doppelten Anwendbarkeit, vor anderen hinfichtlich ihrer Leiftungen vergleichbaren Syftemen durch grofse Einfachheit und Ueberfichtlichkeit der Conftruction verbunden mit hoher Präcifion der Regulirung aus. Die letztere ift vornehmlich dadurch begründet, dafs nicht zwei Ruhelagen des Ankers, die eine in angezogener, die andere in abgefallener Stellung, und dem entſprechend mehr oder weniger verfchiedene Stromftärken, refpective Bogenlängen, auftreten können, vielmehr die Stromftärke oder Bogenlänge beſtimmt ift durch das eine Moment des Anzuges des Ankers, welchem der Wiederabfall ftets unmittelbar felbftthätig folgt. Es ift keine Feder vorhanden, welche während der Thätigkeit. der Lampe von Zeit zu Zeit aufgezogen werden müfste, der dafür neu eingeführte Contact braucht nicht gereinigt zu werden, da an ihm nur fchwache Funken auftreten. Die Lampe ift von gefälliger äufserer Form und fo gebaut, dafs die Löfung von nur zwei Schrauben genügt um alle Hauptbeftandtheile mit der Hand herausnehmen zu können.( Autographirte Mittheilung von Herrn Siemens&
Halske.)
Eine andere felbft regulirende elektrifche Lampe für Wechfelftröme ift für Ströme von fortwährend wechfelnder Richtung beftimmt, wie die. felbe von fpeciell für die Erzeugung von elektriſchem Licht conftruirten magnetoelektrifchen Mafchinen hervorgebracht und wegen der damit verbundenen günftigeren Verbrennung der Kohlenfpitzen mit Vortheil in Anwendung gebracht werden. Diefelbe regulirt die Länge des elektrifchen Lichtbogens mit ungemeiner Schärfe und zeichnet fich aufserdem durch grofse Einfachheit des ihr zu Grunde liegenden Principes, welches ohne Anwendung eines Räderwerkes ausgeführt ift, aus. Sämmtliche zum Anftecken des elektrifchen Lichtbogens und zur Regulirung der Länge desfelben nöthigen Bewegungen werden durch zwei polarifirte Elektromagnete hervorgebracht, wie diefelben im Siemens- Halske'fchen Inductionsrelais und verfchiedenen anderen Apparaten vielfach in Anwendung gebracht find.
Zwifchen den einander zugekehrten Polen N, Sund N', S'( Fig. 27 Tafel IV) eines jeden diefer Elektromagnete kann fich eine durch einen dahinter liegenden ftarken Stahlmagnet( M und M) dauernd polarifirte Stahl- oder Eifenzunge Z und Z' hin- und herbewegen foweit diefs zwei Anfchläge a, b und a', b' geftatten. In Folge des durch die Einwirkung der Wechfelftröme fortwährend in den Elektromagneten auftretenden Polwechfels und der damit verbundenen verfchiedenfeitigen Anziehung der Zungen würden diefe dauernd in oscillirende Bewegung verfetzt werden, wenn fie nicht aufserdem durch eine. regulirbare Feder f, f nach dem einen ihrer Anfchläge a, b' gezogen würden. Dadurch wird erreicht, dafs die Stärke der die Umwindungen der beiden Elektromagnete