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Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.
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Leitftück e durch einen verftärkten Zug des Verfchlufskolbens nach rückwärts geführt, hiedurch kann die Nafe q des Zubringers frei in den unteren Ausfchnitt des Leitftückes eintreten, und der Zubringer kann nun durch die Feder m in der früher befagten Weife nach aufwärts gehoben werden; beim Schliefsen des Verfchluffes wird die vor dem Laderaume im Zubringer befindliche Patrone durch den Verfchlufskolben vorgefchoben und durch das vollſtändige Rechtsdrehen des letzteren das Gewehr fchufsbereit hergestellt.
Gleichzeitig wird aber durch den Anfatz, an welchem der Hebel befeftigt ift, ein auf einem rechtsfeitigen Anfatz des Zubringers ruhender, die rechte Gehäufewand paffirender Stift s, der über das Gehäufe hinausragt, nach abwärts gedrückt, wodurch auch der Zubringer nach abwärts gedreht und das vorgefchobene Leitftück in der Lage erhalten wird, um erneuert eine Patrone aus dem Magazine aufzunehmen.
Nach dem Abfchiefsen wird bei wiederholtem Laden die leere Patrone durch den Extractor aus dem Laderaume gezogen und durch die im Zubringer erliegende Patrone in präcifer Weife ausgeworfen.
Soll das Repetirwerk aufser Thätigkeit gefetzt werden, fo ift blofs nothwendig, einen Schuber t, der in dem Hebelanfatze fich befindet, nach vorwärts zu fchieben, um den beim Oeffnen des Verfchluffes herausgehobenen Zubringer beim Schliefsen nicht mehr herabzudrücken. Diefe Function wird bewerkstelligt, indem durch das Vorwärtsfchieben des eben erwähnten Schubers ein Loch u frei wird, in welches der Stift beim Schliefsen eintritt, in Folge deffen nun der Zubringer nicht hinabgedrückt wird.
Das Magazinsrohr ift eine Röhre aus Meffing, welche fechs Patronen aufzunehmen vermag.
Wie aus dem Vorigen hervorgeht, kann das Gewehr mit acht Patronen fchufsbereit fein, welche in folgender Weife geladen werden: Verfchlufs öffnen, und das Magazinsrohr in bekannter Weife mit fechs Patronen laden, die fiebente bleibt im Zubringer, die achte wird in den Laderaum eingeführt, und fodann der Verfchlufs gefchloffen. Das Laden diefer acht Patronen ift in zwölf Secunden ausführbar, das Verfchiefsen derfelben bei fchnellem Anfchlage in fechzehn Secunden.
Das Gewicht des Fruhwirth'fchen Gewehres beträgt nur fechs Pfund; es ift fomit das leichtefte unter den bisherigen Repetirgewehren.
Die Firma Leopold Gaffer, von welcher die öfterreichifche Regierung die für die Cavallerie und Artillerie eingeführten Revolver bezieht, befitzt zwei Fabriken eine in Wien, die andere in St. Pölten- mit einer Gefammtproductionsfähigkeit von 100.000 Stück Revolvern und 45.000 Stück Jagd- und Scheibengewehren per Jahr. Die Gaffer'fchen Etabliffements find derart eingerichtet und organifirt, dafs man fich dafelbft fremder Mithilfe vollſtändig zu entfchlagen vermag und jede Waffe von den erften Anfängen an bis zur gänzlichen Vollendung in den eigenen Werkstätten zu erzeugen im Stande ift. Die genannte Firma hat die fabriksmäfsige Erzeugung der Revolver in Oefterreich eingeführt, und diefelbe binnen kurzer Zeit zu einer folchen Höhe gebracht, dafs fie jetzt erfolgreich mit amerikanifchen und englifchen Firmen concurriren kann. Abfehend von den von Gaffer exhibirten Revolvergewehren, Jagdftutzen und Luxusrevolvern gedenken wir hier nur des öfterreichifchen Armeerevolvers, deffen Conftruction von dem verftorbenen Firma- Inhaber herrührt.
Diefer Revolver ift nach dem Syftem Lefaucheux für Centralzündung eingerichtet, fechsfchüffig, und befitzt einen fieben Zoll langen gufsftählernen Lauf mit dem Bohrungsdurchmeffer von fünf Linien, welcher mit fechs, I Punkt tiefen Zügen verfehen ift. Die Dralllänge beträgt fechzehn Zoll.
Der Schlofsmechanismus ift für doppelte Bewegung, das heifst, er geftattet die Abgabe des Schuffes fowohl mit als ohne vorherige Drehung des Hammers. Der Revolver ift im ungeladenen Zuftande zwei Pfund dreizehn Loth fchwer. Die