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Allgemeine Bewaffung und Artilleriewesen : (Gruppe XVI, Section 2) ; Bericht / von Gustav Semrad u. Johann Sterbenz
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Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.

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ausgezogen, fo dreht fich das Zahnrad mit der Kneiffcheibe, ohne dafs die Welle zur Drehung kommt. Will man aber Seitenrichtung geben, fo braucht nur das Zahnrad feftgekeilt zu werden, wornach die Welle und mit ihr die Schrauben­fchnecke in Drehung verfetzt werden können.

Laffete und Rahmen, welche für eine Panzerkafematte gehören, wo kein fefter Pivot möglich ift, fahen einfach und gefällig aus; diefs gilt namentlich von der Bremsvorrichtung, welche vollkommen felbftthätig ift.

Im Allgemeinen ift die Conftruction fehr forgfältig ausgeführt und functio­niren alle Theile in befriedigenfter Weife. Die damit abgeführten Schiefsverfuche haben durchgehends gute Refultate ergeben. Die Laffete hat eine Feuerhöhe von 1'64 Meter und wiegt einfchliefsig des Rahmens 17.000 Kilogramm, Laffete und Rahmen koften zufammen 14.000 Francs.

Das 4'1 Decimalzoll

12 17 Centimeter Rohr ift ein Vor­derlader nach fchwediſchem Modell aus Gufseifen mit Fretten aus Beffemer­ftahl verftärkt. Derlei Gefchütze wiegen 1870 Kilogramm und koften nur 3100 Francs.

Die beiden anderen ausgeftellten Kanonen find Feldgefchütze, ebenfalls nach dem fchwedifchen Ordonnanzmodell aus Gufseifen erzeugt.

Die 3.24- zöllige Kanone wiegt 1500 Pfund und koftet 673 Francs.

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2.58

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900

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99

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383

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Das Etabliffement von Carl Eckmann und De Maré in Ankarsrum befafst fich unter Anderem auch mit der Erzeugung von Gefchütz­Projectilen, leiftet auf diefem Gebiete ganz Vorzügliches, und hat fich noch auf jeder Ausftellung rühmlichft hervorgethan.

Für die Fabrication von in Coquillen gegoffenen maffiven und hohlen Spitzgeschoffen haben fich Akarsrum und Finfpong vereinigt, und wird in beiden Etabliffements das gleiche vorzügliche Material verwendet, und ein identifches, fehr rationelles Gufsverfahren beobachtet.

Unter den ausgeftellten Gefchoffen, von denen je II verfchiedene Gattungen für gezogene und glatte Gefchütze, und zwar in ganzem, dann in a bfichtlich gefprengtem Zuftande zu fehen waren, verdienten drei 8- zöllige Spitz­gefchoffe befondere Beachtung; denn, obwohl fie bereits einmal gebraucht waren, und einen Panzer von 12 Zoll Eifendicke durchfchoffen hatten, zeigten fie nicht die geringfte Verletzung, fogar die Spitzen waren intact geblieben, und nur feine Furchen an den ogivalen Theilen liefsen erkennen, dafs fie fchon einmal abge­fchoffen worden waren.

Was die Legirung und Befeftigung der Warzen betrifft, fo mufs Beides als vorzüglich bezeichnet werden, da die Warzen an den Oberflächen der Gefchoffe glatt abgefcheert waren, und nur eine derfelben beim Durchgange durch den Panzer ausgebrochen wurde.

Ueber die Erzeugungsweife diefer Art Projectile ift bekannt, dafs der cylindrifche Führungstheil in Formen von gebranntem Sand, die Spitze aber in Eifencoquillen gegoffen, und, wie bereits erwähnt, als Material- Gefchütz- Gufseifen verwendet wird. Durch diefe Methode erhält die Spitze an ihrer Oberfläche die nöthige Härte, und der cylindrifche Theil, welcher die dem weichen Gufseifen zukommende Eigenfchaft behält, die entsprechende Widerftandsfähigkeit, um Panzerplatten von grofser Stärke zu durchfchlagen, ohne dabei zu zerfchellen oder abzubrechen.*

* Im Jahre 1869 wurden zu Fin spong Verfuche mit Hartgufs- Gefchoffen gegen ein gepan­zertes Ziel ausgeführt, das aus fechs Platten in einer Gefammtftärke von 10'2 Zoll 30 Centi­meter beftand. Dasfelbe wurde von 24- pfündigen, in Schalen gegoffenen Gefchoffen vollſtändig durchbohrt, ohne dafs letztere die geringfte Verletzung erhalten hätten. Sie zerbarften felbft dann nicht, als das Ziel durch eine 4'3 Zoll ftarke, maffive Platte verftärkt wurde, von der fie blofs