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Sprengtechnik.
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Verfuche, Zünder zu conftruiren, bei welchen ftatt der Beimengung des Graphitpulvers eine Graphitbrücke zwifchen den Elektroden gemacht und diefe mit einer Nadelfpitze geritzt wird, haben fich nicht bewährt.
Ebenfo wurde die Erzeugung der Zünderkörper aus Guttapercha, welche eine fehr rafche Fabrication möglich machte, aufgegeben, da die flüchtigen Oele der Guttapercha den Zündfatz verderben.
Die Zünderkörper wurden in letzterer Zeit entweder aus einer Harzmifchung geprefst oder, was noch beffer ift, aus einer Maffe, beſtehend aus Schwefel und Glaspulver( oder Cement, Porzellanerde etc.), gegoffen.
Die Befchreibung aller der erwähnten Zünder würde zu weit führen, und es genügt, die Befchreibung des von J. Schmidt und Trawniczek für Reibungsapparate conftruirten Dynamitzünders anzugeben, welcher bezüglich Verläfslichkeit und folider Conftruction alle anderen Zünder übertrifft.
Das Meffingröhrchen und der Meffingdraht 123 find mit einer feften Maffe ( aus Schwefel und Glaspulver) a umgoffen und hat der Draht bei 2 eine feine Spalte, über welcher unmittelbar das Röhrchen mit einem Zündfatze e verfehen ift. Auf dem Zündfatze fitzt ein Schiefspapierplättchen d, darauf eine mit einem Gramm Knallqueckfilber gefüllte, aufsen mit Schellack beftrichene Kapfel k, welche fchliefslich durch einen Pfropfen aus plaftifcher Maffe gegen das Herausfallen und gegen den Einflufs der Feuchtigkeit gefchützt wird.
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Eine befondere Sorgfalt ift bei diefen Zündern auf die Unveränderlichkeit, Feinheit und Gleichheit der Spalte verwendet, denn durch diefe und die niedere Zündungstemperatur des Zündpräparates ift die Empfindlichkeit des Zünders bedingt. Die Unterbrechungsfpalte wird mit einer fehr feinen Scheere erzeugt, und fodann die Gröfse der Spalte mittelft eines aus einer Smee'fchen Batterie, einem kleinen Rumkorff und einer Queckfilberwippe zufammengefetzten Apparates geprüft, bei welchem beim Schliefsen des Stromes ein Funken überfpringt. Werden zur Herftellung der Spalte Scheeren mit genau gleichen Schneiden benützt und wird beim Einfchal ten des Zünders in den Unterfuchungsapparat ftets ein Funken von gleich grofser Schlagweite fichtbar, fo kann man annehmen, dafs die Zünder bezüglich ihrer Widerstände nur wenig differiren, folglich beim Zünden vieler Objecte ein Verfagen einzelner unmöglich wird.
Diefem Zünder kommt an Güte der von Geitner conftruirte am nächften, und dürfte derfelbe in der Civil- Sprengtechnik grofse Anwendung finden.
Die vielen Syfteme von elektrifchen Zündapparaten nebft den zugehörigen Zündern, welche auf der Ausftellung vertreten waren, fprechen deutlichvon dem Beftreben, der elektrifchenZün dung in derSprengtechnik eine nutzbringende und ausgiebige Verwerthung zu fichern. Wenngleich anfänglich der Werth der elektrifchen Zündung nur vom Kriegsingenieur erkannt wurde, indem er darin das Mittel fand, Minen, feien diefelben in der Erde in einer Befeftigung, im Waffer etc. angelegt, in dem Momente felbft aus grofser Entfernung fpielen zu laffen, in welchem der Feind fich in ihrem vollen Bereiche befindet, fo ift fie nichts deftoweniger auch dem Civilingenieur von Vortheil. Es entfällt durch die Zündung genau im Augenblicke des gegebenen Signales die gewöhnliche Urfache, welche in Steinbrüchen, im Bergbaue und fonftigen Sprengarbeiten die Gefährdung der Arbeiter und nur zu oft den Verluft ihres Lebens veranlafst. Thatfächlich kommen bei Stein- Sprengarbeiten, wo die elektrifche Zündung angewendet wird, bedeutend weniger Unglücksfälle vor als bei Anwendung der gewöhnlichen Sicherheits- Zündfchnur. Durch das gleichzeitige Sprengen mehrer Bohrfchüffe, deren Wirkungsfphären in einander greifen, wird auch eine grössere
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