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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Sprengtechnik.

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Holz

Die weiteren vier Caffetten enthielten elektrifche Pulver, Dynamit­und Schiefswoll- Zünder nach den Syftemen von Ebner, Trawniczek, Schmidt, Geitner, Bornhardt und Abel.

In den anderen Caffetten waren die Verbindungen der rafch brennenden Zündfchnüre, der elektriſchen Drahtleitungen, dann der Drahtleitungen mit den verfchiedenen elektrifchen Zündern und endlich letztere mit den Auffatz­patronen für Sprengungen im Trockenen oder unter Waffer von weichem oder gefrorenem Dynamit überfichtlich geordnet ausgeftellt.

Die Anordnung der Drahtleitungen für elektriſche Zündungen in Stein­brüchen und Stollen war auf vier Wandtafeln dargestellt.

Solche und Photographien über vom k. k. technifchen Militärcomité aus­geführte Holz, Eifen- und Mauerwerks- Sprengungen, dann gefprengte Holz­balken und Eifenplatten zeigten die immenfe Kraft diefes Präparates.

In der italienifchen Abtheilung brachte eine Wandtafel die wenigen von italienifchen Militäringenieuren vorgenommenen Dynamitfprengungen zur Kenntnifs. Zur Vervollſtändigung der Lehrmittel- Ausftellung hat Lehmann's und Wentzel's Buchhandlung für Technik und Kunft in Wien die über Bergbau, Hüttenkunde und Salinenbetrieb handelnden neueren Werke ausgeftellt.

Bei der grofsen Verbreitung des Dynamits und bei dem Beftreben, der elektrifchen Zündung in der Civil- Sprengtechnik eine Zukunft zu fichern, mufs der gänzliche Mangel an Schriften, welche die Verwendung des Dynamits zu Sprengungen in Steinbrüchen, Stollen, Tunnels, unter Waffer etc. behandeln, dann folcher, welche über das Wefen der elektriſchen Zündung und den Forderungen, die ihre richtige Benützung bedingen, Auffchlufs geben, hervorgehoben werden.

Schliefslich fei noch der Rettungsapparate erwähnt, welche im Pavillon der modernen Sprengtechnik in vier Exemplaren vertreten waren, und zwar die beiden öfterreichifchen Apparate von Martony und Ebner, dann der fran zöfifche von Rouquayrol- Denayrouze und der englifche von Laad.

Bei erfteren drei Apparaten wird dem in mit fchädlicher Luft gefüllten Stollen etc. befchäftigten Arbeiter frifche Luft aus eifernen Flafchen zugeleitet, wo diefelbe comprimirt ift.

Bei dem englifchen Apparate wird die fchlechte Luft beim Athmen durch ein vor dem Munde des Arbeiters in einem kleinen Blech cylinder verwahrtes Kohlenpulver gefaugt und gereinigt, refpective athembar gemacht.

Ueberblickt man die im Vorftehenden gefchilderten Errungenfchaften im Gebiete der Sprengtechnik, fo kommt man zu dem erfreulichen Refultate, dafs in den letzten 20 Jahren bedeutende Fortfchritte gemacht wurden und das gröfste Verdienft in der Verbefferung der Spreng- und Zündmittel Oefterreich für fich in Anfpruch nehmen kann. Insbefondere find es die hervorragenden Leiftungen der öfterreichifchen Genie- und Artillerieofficiere, welche eine würdige Ver­tretung der Sprengtechnik auf der Weltausftellung im Jahre 1873 geftatteten.

FORTIFICATION. ( Gruppe XVI, Section 3.)

Bericht von

MORIZ BRUNNER,

k. k. Hauptmann im Genieftabe.

Die wenigen dem Gebiete der Fortification angehörigen Ausstellungs­objecte fallen auf Spanien, welches Land durch das Ingenieurcomité die von fpanifchen Genieofficieren in neuerer Zeit herausgegebenen Werke und nach ihren Angaben mit grofsem Koftenaufwande, feltener Schönheit und Genauigkeit 3*