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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Das Pionnierwefen.

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dungen fchwer zu führen, befonders, wenn Hecken, Raine und dergl. den Raum

befchränken.

Durch die Art, einen Theil der Zugpferde beritten vorzufpannen, wird die Anzahl der Pferde fowohl, als die der Fahrfoldaten unnöthigerweife vergrössert, überdiefs wird hierdurch auch bei den Fahrfoldaten eine gröfsere Gefchicklichkeit bedingt, fowie das Fahren mit undreffirten Pferden, welche im Felde doch fo oft verwendet werden müffen, fehr erfchwert.

Dann wird auf die ungleiche Befchirrung für die Befpannungszüge der ver­fchiedenen Wagengattungen hingewiefen und zur gegenfeitigen Verwechslung ungeeignet, als nachtheilig bezeichnet.

Die bei der Equipage befindlichen Böcke können nicht zur Verlängerung der Pontonbrücke verwendet werden, da hiezu die Balken und Pfoften für die Verbindungsbahn- Decken fehlen.

Die Erzeugung der Wagen aus Holz wird aus dem Grunde als nicht vor­theilhaft bezeichnet, weil fie zu fchwer ausfallen, das Holz leicht fault und in den Fugen undicht wird. In Folge des Schwindens des Holzes werden die Schrauben und Befchläge leicht locker, wodurch diefe Stellen vor Reibung, Roft und Näffe, mithin auch vor dem Anfaulen nicht gefchützt find, und fo den Bruch einzelner Wagen- Conftructionstheile leicht ermöglichen.

Schliefslich wird der Mangel an erforderlichen Refervetheilen befonders betont, wodurch nach einer gewiffen Zeit die vollſtändige Ausnützung des Mate­riales unmöglich wird.

Gleich im Vorhinein mufs hier bemerkt werden, dafs wohl einige der von dem Projectanten hervorgehobenen Mängel ihre Berechtigung haben, dafs die meiften von ihnen aber wohl nur auf irrigen Anfchauungen oder darin beruhen, dafs die alte fchwedifche Kriegsbrücke nicht genau der Birago'fchen nachgebildet und mit den im Laufe der Zeiten hinzugekommenen Vervollkommnungen nicht verfehen worden fein mag.

Was die im 1., 4., 5. und 6. Abiatz hervorgehobenen Mängel betrifft, fo hat die öfterreichifche Armee, welche ihre Kriegsbrücken- Wagen bei ungefähr gleicher Belaftung nicht mit fechs, fondern nur mit vier Pferden befpannt hat, in den Feld­zügen 1848 und 1849, 1859, 1864 und 1866 keinerlei erhebliche, nachtheilige Erfahrungen gemacht, trotzdem dafs die Pionniere nicht felten in die Lage kamen, die unwegfamften Strafsen zu befahren, und andauernde Märfche in den Alpen­ländern, dann über die Karpathen und die Gebirge Siebenbürgens mit ihren Brückenequipagen machen zu müffen.

Nur ausnahmsweife kamen Fälle vor, wo die Anforderungen zu hoch gefpannt wurden, und eine Leiftungsfähigkeit hinfichtlich der Fahrbarkeit verlangt wurde, welche jener mit den Feldgefchützen gleichkam, wo Vorfpannsverftärkungen für kurze Zeit unerlässlich waren.

Solche Ausnahmsfälle werden und müffen fich überall und gewifs auch dort fchon ergeben haben, wo man von Haus aus für eine verftärkte Befpannung vor­geforgt hat.

Was ferners die Uebelftände hinfichtlich der Befpannung betrifft, io hat die Anficht allerdings etwas für fich, dafs durch die vorgefpannten und gleich­zeitig gerittenen Pferde, theilweife an der Zugkraft Verlufte eintreten, dafs dadurch Pferde und Mannfchaft unnöthigerweife vermehrt und die nöthige Einfchulung im Felde häufig vermifst wird. Allein wie wir fpäter fehen werden, hat der Ausfteller und Erfinder diefe Frage dennoch nicht glücklich gelöft.

Aufserdem mufs bemerkt werden, dafs es in Oefterreich für alle Train­pferde mit Ausnahme der Artillerie, nur eine einzige Gattung Gefchirre gibt.

Die über die ungleiche Bauart und Stärke der Wagen gemachte Bemer­kung wäre, den erften Theil betreffend, wohl richtig; was aber die ungleiche Stärke betrifft, fo hat fich bisher noch jede der drei Wagengattungen den Anfor­derungen gemäfs als gleich entsprechend erwiefen. Uebrigens zeigt, wie später