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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Das Pionnierwefen.

11 nur 3 Klafter Länge anzunehmen. Diefer Gewinn fteht wahrhaftig aufser allem Verhältniffe zu der Vermehrung der Brückenwagen einer Equipage von 14 auf 28.

Was das Brückengeräthe felbft betrifft, fo ift diefes mit nur geringen Aenderungen ganz dem Birago'fchen Syfteme nachgebildet und zeigt in den Formen und Ausmafsen nur ganz unbedeutende Abweichungen.

Diefe letzteren find der Hauptfache nach folgende: Der Vorderponton wurde mit Schleppriegel verfehen, vorne mehr vorgezogen, in der Wafferlinie fchärfer gemacht, und befitzt, um das Abgleiten des Ankerfeiles möglichft zu ver­hindern, in der Mitte oben eine kleine Verfenkung.

Ausgeftellt war nur ein Ponton- Mittelftück. Es ift an den Ecken abgerundet und hat keine End-, fondern nur fechs Mittelrippen aus 12 Linien ftarkem Winkeleifen, Ixenbleche von gleicher Stärke, dagegen die Boden- und Seitenbleche von 34 Linie Dicke. Der Boden und die Querwände find um Zoll nach einwärts gebogen. Diefe Geftaltung, fowie die auf dem Boden ange­brachten Schleppriegel( Leiften), welche denfelben beim Schleifen auf feichtem Flufsgrunde fchützen follen, verurfachen nur tiefere Tauchung, geringere Trag­fähigkeit, und fetzen der Strömung gröfseren Widerftand entgegen. Die Abrundung der Ponton Ecken läfst keine fo ficher paffende Verbindung zu, wie bei unferen Pontonen mit fcharfkantigen Winkeln. Auch den unteren Ponton- Verbindungs­gabeln, fowie den oberen Ponton-Verbindungsbolzen läfst fich kein Vortheil zufprechen. Die erfteren find zu fchwer, hängen an zu leichten Kettchen und find fchwer erfetzbar; jedem letzteren dagegen einen Schraubenfchlüffel beizugeben, ift überflüffig.

Das Mittelstück wiegt 668 Wiener Pfund.

Die Bockfchweller find, um fie kürzer und leichter zu geftalten, an den beiden Kopfenden ftatt mit Verftärkungen und den darin befindlichen Couliffen, mit dort befeftigten, eifernen Hülfen und Bügel, wie Fig. I zeigt, zuni Einfchieben der Füfse verfehen. Die Tragringe wurden befeitigt und durch Eifen­befchläge an den unteren Seiten innerhalb der Hülfen erfetzt.

Fig. 1.

Die Bockfüfs e, wovon die beiden längften auch als Land­fchwellen und die kurzen als Unter­lagsriegel verwendet werden kön-­nen, haben diefelben Ausmafse wie die Balken. Oben haben fie gleich den Balken auch Kämme, damit fie als kurze Balken ge­braucht werden können, unten dagegen Zapfen( Spitzen), die fo eingerichtet find, dafs der oval geformte Bockfchuh beweg­lich, das heifst nach beiden Sei­ten des Fufses verfchiebbar ift.

Die Hängkette wurde län­ger und fchwächer gemacht und an einem Ende mit Haken und Ring neuer Conftruction verfehen; das andere Ende der Kette wird unter die Bockfchwelle gezogen und dort durch einen Druck auf das im Ringe befindliche Gelenk der Kette eingefchoben und ge­

fpannt, wodurch diefelbe dafelbft fo ficher feftgehalten wird, dafs ein Abgleiten unmöglich ift.