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Militär-Sanität und freiwillige Hilfe im Kriege : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof, k.k. Primararzt und Universitätsdocent
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Militärfanität und freiwillige Hilfe im Kriege.

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Eine Räderbahre nach Neudörfer( Oefterreich) auf Druckfedern und hohen Rädern, um einen Bleffirten liegend oder zwei fitzend zu transportiren. Alle diefe Modelle eignen fich felbftverſtändlich trotz ihrer fpeciellen Vor­züge zu einer allgemeinen Anwendung im Kriege nicht; fie find eben zu com­plicirt, zu koftfpielig und zu wenig widerftandsfähig.

Unter den Rollbahren angeführt finde ich im Kataloge auch Mühlwenzels Triclinum mobile in feiner Anwendung auf einen Schiebkarren" Der Name deutet fchon an, wie diefes ganz merkwürdige Transportmittel bei­läufig ausfehen mag, und da ein gewöhnlicher hölzerner, federnlofer, einrädriger Schiebkarren Jedermann bekannt fein dürfte, fo erübrigt mir nur über das Triclinum mobile einige Worte zu fagen. In der Form dem von Stanieli( Rufsland) an­gegebenen Modelle ganz analog nachgebaut und auch den gleichen Namen Triclinum mobile führend, beſteht diefe foi difant Tragbahre aus einer vom Kopfe zu den Füfsen allmälig fich verfchmälernden durchlöcherten Eifenblechplatte, welche doppelt gebrochen ift, und deren drei Stücke in einem beliebigen Winkel zu einander geftellt werden können, fo dafs man damit im Stande ift, dem Kranken jede beliebige Lage zu geben: horizontal liegend, halbliegend, halbfitzend

und fitzend.

An den Verbindungsftellen befitzen die Bahrftücke Charniergelenke und Stifte, welche die Fixation in der eben beliebten Stellung ermöglichen. Auf den Schiebkarren kann die Bahre jedoch nur in der Stellung für einen Halbliegenden mit Beugung im Hüft- und Kniegelenke. mittelft Riemen befeftiget werden, da die beftimmte Länge des Schiebkarrens keine ftärkere Streckung der Bahre zuläfst. Von einer Federung ift natürlich nicht die Spur. Um in meiner Befchrei­bung vollständig zu fein, mufs ich noch erwähnen, dafs der mittlere Bahrentheil, welcher die Oberfchenkel vom Gefäffe bis zu den Kniebeugen aufnehmen foll, an jener Stelle, die der apertura analis entspricht, ein verfchliefs bares Guck­fenfterlein zu gewiffen Zwecken befitzt; freilich wäre es zur vollſtändigen Erreichung des angeftrebten Zweckes noch nothwendig, wenn die Bekleidungs­ftücke des Bleffirten an der entsprechenden Stelle eine ähnliche Vorrichtung hätten, denn anders ift der Werth jenes Fenfters fchwer begreiflich, wenn man nicht etwa vor dem Aufladen fpecielle Vorkehrungen treffen follte. Wenn ich noch fchliesslich fage, dafs der Fufstheil ein ftellbares, fehr gebrechliches Fufsbret befitzt, fo glaube ich Alles angeführt zu haben, was zum Verftändniffe diefes feltfamen Objectes nothwendig ift. Man erlaffe mir deffen kritifche Beleuch­tung, da es ohnediefs feinerzeit auch von officieller Seite ganz und gar verworfen

wurde.

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Wir gelangen nun zu den Tragbahren mit detachirtem Rädergeftell. Da man jede beliebige einfache Feldtrage auf ein Rädergeftell zu befeftigen vermögen foll und letzteres fonach mit der Tragbahre eigentlich in keinem näheren Connexe fteht, fo werde ich, da von den einfachen Feldtragen fchon die Rede war, blofs der Rädergeftelle zu gedenken haben.

Die erften diefsbezüglichen Modelle wurden vom englifchen Sergeanten Shortell und dem Schweizer Ruepp conftruirt. Das Modell von Shortell gleicht dem Hintergeftelle eines Stadtwagens. Es befitzt zwei Pinzettenfedern und darüber eine Vorrichtung, um eine jede einfache Tragbahre aufnehmen und fixiren zu können. Zum Zwecke des leichteren Aufladens ift eines der Räder mittelft einer Klemmfchraube fixirbar. Damit man jede beliebige Handtrage, ob breit oder fchmal, ficher auf das Geftell befeftigen könne, find ferner die Pin­zettenfedern auf der Achfe verfchiebbar; eine aufklappbare, lange Gabel vervoll­ftändigt das Fahrgeftelle; letztere ift abfolut nothwendig, um die aufgeladene Trage während des Stehens zu fichern, denn beim Ruepp'fchen Modelle, wo diefe fehlt, ift man gezwungen die Trage fortwährend zu halten, um deren Um­kippen nach vorne oder nach rükwärts die Trage wird wie begreiflich in ihrer Mitte am Geftelle befeftigt- zu verhindern.

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