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Militär-Sanität und freiwillige Hilfe im Kriege : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof, k.k. Primararzt und Universitätsdocent
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Dr. Mofetig von Moorhof.

licht, da jeder Korb an der Aufsenfläche des Deckels eine Infchrift trägt, welche den Inhalt bekundet. Wir fehen Körbe mit den Auffchriften Apotheke, Inftru. mente, Verbandmateriale, Leibwäfche. Bettwäfche, Gyps, dann wieder Fleiſch, Brot, Gemüfe, Mehlwaaren u. f. f. Die geflochtenen Körbe haben den Vortheil der gröfseren Leichtigkeit und Dauerhaftigkeit, fefte Kiften würden beim oftma ligen, oft rüden Auf- und Abladen leicht befchädigt. Wir loben in diefen Four­gons die leichte Zugänglichkeit von drei verfchiedenen Seiten, und glauben diefs als eine ebenfo zweckmäfsige als nothwendige Bedingung eines guten Magazin­wagens befonders hervorheben und betonen zu müffen.

Locati( Turin). Magazinwagen für das Feld nach Angabe des Profeffor Mundy. Diefer Fourgon ftellt gleichfalls einen gefchloffenen Wagenkaften dar, der von den Seiten und von rückwärts gleich den Kellner'fchen fich öffnen läfst. Statt des offenen Kutfchbockes trägt er quasi als Fortfetzung des Kaftens gleich den Bleffirtenwagen ein Coupé mit Halbdach. Der Wagenkaften ift vollkommen leer, und die Wagenthüren, fowohl die feitlichen als die hinteren haben grofse fenfterartige Ausfchnitte und ſtarke Eifenblech- Fenfter, die je nach Wunſch und Bedarf aufgezogen oder niedergelaffen werden können, ähnlich einem gewöhn. lichen Wagenfenfter.

Weiters ift die Einrichtung getroffen, dafs im Nothfalle der leere Four­gon auch zum Verwundetentransporte benützt werden, und vier liegende und auf Bahren gebettete Bleffirte, je zwei übereinander gelagert, faffen könne, Hiezu werden an acht Haken, je zwei an jedem Eckpfeiler, vier federnde, aus Stahlreifen und Lederüberzug gebaute Stangen der Quere nach befeftigt, auf welche die Tragbahren einfach gelegt, in einer höchft einfachen Weife gefichert und demnach federnd getragen werden können. Die grofsen bei diefer Gelegen heit geöffneten Fenfter forgen für genügendes Licht und Luft. Da bei der Benützung als Fourgon die Fenfter forgfältig gefchloffen werden, fo würde, falls der Wagen kaften nicht fehr oft geöffnet wird, keine entsprechende Lufterneuerung ftattfinden können, ein Umftand, der möglicherweife einige der mitgeführten Gegenftände dem Verderbniffe zuführen könnte. Um diefes zu vermeiden, find an den Seiten- Wandungen des Locati'fchen fowie auch des Kellner'fchen Fourgons einige kleine Löcher ausgebohrt, durch welche die Luft hinein- und heraus­ftrömen kann.

Mundy's Gedanke, einen Fourgon zugleich zum zweckmässigen Bleffirten­transporte verwendbar machen zu können, ift ein glücklicher, und jedenfalls fehr zu beachten. An Schlachttagen gibt es ja bekanntermafsen immer einen grofsen Mangel an Bleffirtenwagen. Warum foll man da den Fourgon, namentlich wenn er feinen Inhalt fchon dem Verbandplatze oder dem Feldfpitale übergeben hat und geleert ift, nicht zur Aushilfe beim Bleffirtentransporte verwenden; er wird ja wieder Fourgon, fobald er gereinigt und die Gefechtszeit vorüber ift.

Spanien. Der fpanifche reglementäre Fourgon für Sanitätsmateriale ift zweirädrig und entspricht dem Ausdrucke Deckelwagen am vollständigften; er beſteht nämlich nur aus einem einfachen Holzkaften, der durch einen oberen Deckel gleich einer Kifte zu- und aufgemacht werden kann.

Unter dem Titel Fourgon de vivres hat endlich Rufsland einen Wagen ausgeftellt mit fehr hohen Rädern und einem einfachen Holzkaften, der fich nur rückwärts öffnete. Gefchloffen wird er durch eine Plache, welche über Reife, die fich über den Holzkaften von einer Seitenwand zur anderen fpannen, gezogen wird.

Die Conferenz hat für den Magazinwagen die Poftulate aufgeftellt, dafs er: von allen, das heifst von drei Seiten zu öffnen fei

der Deichfel und deren Adnexe wegen unzugänglich;

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die Vorderwand ift

leer ein Gewicht von 20 Centnern habe, vollbepackt das von 40 Zoll­

' centnern nicht überfchreite.