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Rudolf Baron Potier des Echelles.
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Hinterlader und gezogene Kanonen waren zwar im Mittelalter fchon bekannt, allein dasfelbe konnte für fie keine Verwendung finden, mang elte ihm ja der Schlüffel zu den gröfsten Schöpfungen: die Wiffenfchaft. Diefe erft. und die fortfchreitende Technik gaben den Impuls zur fteigenden Vervollkomm nung in Behandlung und Verwerthung der Metalle, und indem das Kriegswefen für die Bewaffnung grofse Forderungen ftellte, und diefe auch erfüllt fah, kamen die gewonnenen Erfahrungen auch der Induftrie zugute. Diefs zeigte der Pavillon Fins pong( Schweden), in welchem neben Mafchinenbeftandtheilen verfchiedene Gattungen von Gefchoffen, dann drei in Schweden eingeführte Vorderladergefchütze aus Gufseifen, ferner eine 14 cm. Hinterlade kanone aus gleichem Materiale für Cafemattfchiffe und Küftenforts exponirt waren. Die Ausftellung diefes Etabliffements ift defshalb wichtig, weil die Hoffnung, aus dem weit billigeren Gufseifen brauchbare Gefchützrohre zu erzeugen, durch die Vorzüglichkeit der ausgeftellten Proben neu belebt wird. So war unter anderm ein zerfägtes Gufseifenrohr vorhanden, aus welchem 1300 Schufs mit verftärkter Ladung gegeben wurden, ohne dafs das Rohr wefentliche Verände rungen gezeigt hätte. Die Feldgefchütze Schwedens, denen fich jene Dänemarks und Hollands anfchmiegen, find durchaus Vorderlader aus Gufseifen, und haben hölzerne Lafetten mit dauernd befeftigtem Richtbaum, welcher beim Transporte mittelft einer Charniere umgelegt wird. Das Schwefterland Schwedens, Norwegen, hatte drei matt angelaufene Gufsftahlrohre und ein completes Gebirgsgefchütz mit eiferner Wandlafette. dann verfchiedene Gattungen Projectile und Zünder, ferner Stücke einer abfichtlich zerfprengten Kanone, und endlich ein Rohr ausgeftellt, welches nach 1261 Schufs die progreffiv bis zu 2½ Pfund Ladung und 117 Pfund Gefchofsgewicht verftärkt wurden, parallel der Längsachfe zerfprungen war, während die Verſtärkungsringe intact geblieben waren. Nächft dem Gufseifen findet Bronce vorzügliche Verwendung für den Gufs der Kanonenrohre. Doch ift diefes Metall zum gröfsten Theile fchon durch den Gufsftahl verdrängt, und auch an jene Staaten, in welchen noch Bronze zum Feldartillerie- Materiale verwendet wird, tritt die Frage der Umwandlung derfelben in Stahlrohre- die bei fämmtlichen Feftungs-, Belagerungs- und Schiffsgefchützen fchon lange ausfchliefslich verwendet wurden Ernfte heran.
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mit mahnendem
Bronzegefchütze befitzen nur noch O efterreich, Italien, die Schweiz und Frankreich, und zwar vorwiegend aus- fo zu fagen patriotifchen Gründen weil diefe Rohre im Inlande erzeugt werden können, während in den genannten Ländern, bis jetzt wenigftens, kein Etabliffement befteht, welches für die Maffenproduction von Gufsftahl eingerichtet wäre, und man vom Auslande in diefer wichtigen Frage der Landesvertheidigung unab hängig fein und bleiben will.
Oefterreich war aus, principiellen Gründen im Artilleriewefen ganz unvertreten, nur eine von dem Simmeringer Eifenwerke ausgeftellte eiferne Cafemattlafette wurde mit der Fortfchrittsmedaille ausgezeichnet, und fanden auch die Projectile der Innerberger Werke viel Beifall. Die Schweiz und Italien hatten bronzene Hinterlade- Feld- und Gebirgsgefchütze mit eifernen Lafetten und Rädern exponirt, die fich, namentlich jene des letzteren Staates, durch grofse Leichtigkeit, fowie durch Anwendung der Balkenbremfe( italienifche Kanone) auszeichneten. In Italien waren ferner zwei Armftronglafetten für Cafemattfchiffe ausgeftellt, bei welchen der Pfortenwechfel mittelft zweier feft. liegenden Zahnkränze, in welche correfpondirende Blockräder eingreifen, einfacher und fchneller erfolgt, als diefs mit den bisher üblichen Drehfcheiben der Fall ift. Aus Frankreich hatte die Firma Laveiffiere in der Rotunde eine kupferne Feftung erbaut, und mitten unter den dem friedlichen Schaffen gewid meten Erzeugniffen der Induſtrie ein vollständiges Feldgefchütz mit eiferner Lafette ausgeftellt, und verdient diefs induftrielle Etabliffement infofern Beach