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Alexander Friedmann.
Die Spakowfky'fche Signallaterne beruht auf Folgendem: Auf eine erhitzte Platte wird zeitweilig reiner Terpentin aufgefpritzt; derfelbe entzündet fich an der heifsen Platte und ſpendet während diefes Momentes ein ungemein intenfives Licht. Soferne diefe Lampen nur als Signalmittel dienen follen, find fie fehr gut. Die Schiffe follten indefs zweckmäfsigerweife auch folche Beleuchtungsapparate an Bord haben, durch welche fie nicht nur von der Ferne her beffer gefehen werden, fondern durch welche vom Schiffe aus bei Nacht und Nebel einigermafsen in die Ferne gefehen werden konnte. Hiefür follten die im Abſchnitte III befprochenen elektrifchen Reflectoren allgemeiner verwendet werden.
Die Vorkehrungen zur Ventilation von Schiffen können füglich auch unter die Ausrüftungsgegenstände für die Sicherheit claffificirt werden, infoferne fie wefentlich für die Gefundheit, alfo auch Sicherheit der Paffagiere und Befatzung
beftimmt find.
Der von Petke verbefferte Ventilationsfchlauch, in beiftehender Fig. 21 im Längenfchnitt veranfchaulicht, beruht darauf, dafs die relative Gefchwindigkeit der Luft gegen das Schiff zum Auffaugen von Luft aus den Schiffsräumen benutzt wird. Die äufsere Luft wird durch ein trompetenartiges Rohrftück aufgefangen und wie in einem Injector fo zur Wirkung gebracht, dafs fie Luft aus dem Ventilationsfchlauche mitreifst. Diefe Vorrichtung hat fich praktisch ganz vorzüglich bewährt und verdient allgemeine Anwendung.
Fig. 21.
Aufser den bisher befchriebenen Ausrüftungsgegenftänden gibt es deren auf jedem Schiffe noch eine ganze Legion, zu deren Anfertigung die Gewerbe, vom Seilmacher bis zum Tapezierer, vom Grobfchmied bis zum Kunftfchloffer, vom Drechsler bis zum Zimmermann ihr Contingent ftellen, deren Befprechung aber für die Erkenntnifs des Stadiums, an welches man im Schiffswefen gelangt ift( um welche es fich doch hier lediglich handelt), nicht unbedingt nothwendig ift und welche überdiefs wahrfcheinlich von den verfchiedenen Berichterstattern der einzelnen
Gewerbe des Ausführlicheren befchrieben werden dürften.
Schiffsmafchinen und Dampfkeffel.
Die jetzigen Schiffs- Dampfmafchinen im Allgemeinen. Die Locomotiven, diefe trefflichen compendiöfen Dampfmaschinen, haben ihren reformatorifchen Einfluss auch auf die Schiffsmafchinen ausgeübt. Der Umftand, dafs die Locomotiven, trotzdem für diefe die Grenzen an Raum und Gewicht noch viel enger gezogen find als für Dampffchiffs- Mafchinen, noch vor wenigen Jahren per Pferdekraft der entwickelten Leiftung im Durchschnitt nicht halb fo viel Kohlen verbrauchten, als damals die Schiffsmafchinen für gleiche Leiftungen confumirten, hat den Röhrenkeffeln auf den Schiffen Eingang verfchafft, die Scheu der Schiffsingenieure gegen hohe Dampffpannung überwunden, die Kolbengefchwindigkeit auf 2½ Meter und darüber gefteigert und die Stephenfon'fche Couliffe zur allgemeinen Anwendung gebracht, und wenn heute