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Marinewesen : (Gruppe XVII, Section 1 bis 4) ; Bericht / von Alexander Friedmann, Civiling. in Wien
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Alexander Friedmann.

ruhende Erdreich ftark comprimirt und bietet eine ausgezeichnete Fundations. Grundlage. Dafür ist das obere Erdreich derart nachgiebig, dafs die Ausführung von grofsen Fundament- Ausgrabungen auf Tiefen von 14 Meter bis zur Sand­fchichte auf gewöhnlichem Wege geradezu unmöglich wäre, umfomehr, als bei einzelnen Erdrutfchungen in folcher Formation leicht die umgebenden, anfteigen­den Terrains in Bewegung gerathen und Zufammenftürze der darauf befindlichen Häufer verurfachen könnten.

Defshalb wurde befchloffen, die Fundirung aus riefigen künftlichen Blöcken herzuftellen, welche vermöge ihres eigenen koloffalen Gewichtes durch die 14 Meter haltende Schlammfchichte durchfinken und fich auf die folide untere Sandfchichte auffetzen follten.

Die Fig. 60 zeigt im Grundriffe die Dispofition diefer Blöcke für die Schleufenanlage. Die Blöcke für die Fundirung der Seitenpfeiler find alle 6 Meter breit und 16 bis 35 Meter lang, für den Mittelpfeiler wie der B, 9 Meter breit und 15 Meter lang, deren Höhe variirt mit der Dicke der Schlammfchichte von 8 bis 14 Meter. Die Blöcke haben in der Mitte einen oder mehrere Schächte, find aus Béton, von der Bafis bis, auf 3 Meter Höhe mit Portland- Cement, von da ab mit Verwendung von gutem hydraulifchem Kalke( du Theil) hergeftellt. Jeder Block ift auf dem natürlichen Terrain, nachdem diefs geebnet war, an der Stelle, wo er das Fundament bilden follte, aufgemauert und zwifchen den einzelnen Blöcken 50 Centimeter Zwifchenraum belaffen worden. Anfänglich ift jeder Block auf eine Höhe von 3 Meter aufgemauert worden, fo dafs der Druck auffeine Bafis anfänglich per Quadrat- Centimeter nur 13 Kilogramm betrug; wenn er fo weit gemauert war und feft wurde, ift er in folgender Weife niedergefenkt worden: Schon während

Fig. 61.

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